Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
157
JPEG-Download
 

Achter Theil. 177

wodurch ſie wuͤrklich erfuͤlet wurden, ſindalſo beſchaffen, daß man Ehrfurcht und

Zuverſicht gegen die juͤdiſchen Buͤcher ha-

ben muß.

Daß neunzehenhundert Jahte vorChriſti Geburt ein Mann in Syberien ge-lebet hade, welcher den Nahmen einesVaters vieler Voͤlker trug, das koͤnnte ichaus der Geſchichte Johannis Damaſceniund vieler andern heydnlſchen Schrifftſtel-ler beweiſen, die lange vor Chriſto lebten,und auf welche ſich Euſebius und Joſephusberufen. Dieſe beeden Maͤnner warenLeute von einem geſunden Verſtande, undberiefen ſich keinesweges auf erdichteteSchrifftſteller, damit ſie die ganze Weltverlachen moͤchte. Doch die Kundbarkeitder Vorbereitungen zum Evangelio beru-het keinesweges auf einer weitlaͤufftigen,und dem Zweifel unterworfenen Gelehr-ſamkeit. Gott uͤbertraͤget die Mittel unddas Kundthun ſeiner Werke nicht einmahldem Zeugnſiſſe einiger einzelnen Perſonen,noch bloſſen Schrifften, als welche ver-gaͤnglich, und dem groͤſten Thelle desmenſchlichen Geſchlechtes unbrauchbarſind. Man betrachte doch zu was voreinem hohen Grade der genaueſten Rich-tigkeit und Deutlichkeit er ſie bringe: Manbetrachte doch, wie weltkuͤndig und unzer-ſtoͤrlich das Behaͤltniß ſey/ da die 1

a deß