212 Schau⸗Platz der Natur.
goͤnneten dem Stamme Juda ſeine Gluͤck-ſeeligkeit nicht, zu welcher dieſe Weiſſagung
nicht wenig beytrug. Daher war ſie ſchon
vor dleſer Zeit vorhanden, und wurde nichterſt geſchmiedet, als die Trennung vorgien-ge. Wal ſie aber bereits vor der Tren-nung, ja nur vor der Überſetzung der ſieben-zig Dollmetſcher vorhanden, ſo iſt dieWuͤrklichkeit einer Offenbahrung bewie-ſen, weil niemand als nur der Geiſt GOt-tes allein im Stande iſt, kuͤnfftige Begeben-heiten voraus zu ſagen, welche viele Jahr-hunderte nach beſagter Uberſetzung auf dasgenaueſte, und von Stuͤck zu Stuͤck erfuͤllekwurden.
Aus dem Verweiſe, den Jacob ſeinem
der Weiſ Sohne Ruben giebt, daß er die allernatuͤr-ſagung. ſſchſte Pflicht gegen ſeinen Vater bey Sei-
te geſetzet hatte; aus dem Verweiſe, denLevi wegen des ehemahligen SichemitiſchenBlutbades bekommet, aus der Ankuͤndi-gung, welche die Nachkommenſchafft Si-mions und Levi bekommet, ſie ſollen unterandere Staͤmme eingeſchloſſen und zer-ſtreuet werden, ohne ein eigenes Land zu be-ſitzen; Aus dieſem allen, ſage ich, ſiehetman, was Jacob zu einem jeglichen ſaget,das gehe nur ihn und ſeine Nachkommenalleine an. Daher duͤrfen wir die Weiſ-ſagung keinesweges alſo auslegen, als obſie den Juda nicht allein, ſondern alle
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Staͤm-