rete Ceremonien waͤren anderswo unnuͤtzeund unverſtaͤndlich geweſen. Daher iſter weder der Mittler des menſchlichen Ge-ſchlechtes, noch der Diener des ewigenBundes noch der Hoheprieſter der unver-gaͤnglichen Guͤter. Er ſetzet dasjenigevoraus, was man ſeit alten Zelten hievonwuſte: Er ſtaͤrket die Hofnung dazu, in-dem er einen zweyten Geſetzgeber ver-ſpricht, und die zum Beſten aller Voͤlkergegebene Verheſſſung erzaͤhlet. Allein ih-re Erlaͤuterung und voͤlllge Ankuͤndigungüberlaͤſſet er einem andern. Durch dieſesStillſchweigen giebt Moſes demſenigendie Ehre, der da kommen ſolle, und erwecketdas Verlangen nach ihm.
Achter Theil. 2335
2) Was hatte denn aber ſeine Ein⸗ Ueberein-
richtung vor eine Wuͤrkung, oder was voreinen Nutzen ſollte ſein Geſetz haben? Esſollte den Bewahrern der Verheiſſungenzur Schutzwehre und zum Schlagbaumedienen; Es ſollte die Juden verhindern inAbgoͤtterey zu verfallen, und die Beylagezu verliehren, als welcher Verluſt aus ei-ner bebarrlichen Abgoͤtterey nothwendigfolgen muſte. Daher iſt das Amt Moſisſehr weit von demſenigen unterſchieden,welches dem Abraham zum Beſten allerVolker zugeſaget worden war. Nurfraget es ſich ob es ihm nicht entgegen
liefe.GOtt
immungdes Mo-
ſaiſchen
Dienſtesmit derdritten
Verheiſt
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