Achter Theil.
denke, weil man ſich an die Traͤume einesverrückten Gehirnes billig nicht kehren ſoll-te. Aber ſollte man es wohlglauben? Kei-ne Lehre fand mehr Anhaͤnger als dieſe, weilſie den Menſchen von aller Furcht befreyete,und ihm uͤber dieſes noch allerley Fantaſien1 den Kopf ſetzte, die ein gelehrtes Anſehen
alten.Ob nun gleich der Hoͤchſte allen Voͤl-kern den Abdruck der Weisheit in ſelnenWercken unablaͤſſig vor die Augen legete;ob er ſie gleich wit Wohlthaten uͤberhäu-fete, und ſie die Regungen der natuͤrlichenReliglon ſpuͤhren lieſſe: ob er ihnen gleich
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ein Gewiſſen und die unveraͤnderlichen
Grundſaͤtze der Vernunft mittheilete? diemit den alten Nellglons Gebraͤuchen un-
zertrennlich verknuͤpfte Lehren von einem
Volke auf das andere kommen lieſſe, uchnoch uͤber dleſes, Maͤnner von untadelicherTugend ſandte, welche die Wahrheit nochdeutlicher erklaͤren, und die einvelſſendeBosheit beſtreiten muſten; ja, ob er gleichinſonderheit dem zur Verwahrung derBeylage beſtimmeten Volke ein eigenesGeſetz, heilſame Lehren, und nach ſeinerBeſchaffenheit eingerichtete Ceremonlengab, auch Propheten abſchickte, welche dieWahrheit ſeines Willens erwieſen/ ſowaren doch alle dieſe und noch viele andereMittel, ihrer Menge und Vortreflichkeitf 5 ohn-