266 Schau⸗Platz der Natur.
ohnerachtet, nicht im Stande, den Hoch-muth, die Nledertraͤchtigkelt und die Bos-heit des menſchlichen Herzens auszurotten.Alles was ſie thun konnten, war dleſes, daßſie den Weg zu einem groͤſſern Werke be-reiteten, und die hoͤchſte Nothwendigkeitdeſſelbigen zu empfinden gaben: Sie ar-beiteten alle miteinander zum Behufe ſei-ner Erfuͤllung und erleichterten ſeine Of-fenbahrung. Allein, auf was fuͤr Welſewird die dritte Verheiſſung zu Stande ge-bracht werden? Wie ſolle der geſeegneteStamm den Bund auf die Voͤlker brin-0 gen, welche in ihrer ſuͤndlichen Blindheitohne Hofnung, und im buchſtaͤblichenEphel. 25 Verſtande, ohne GOtt ſind? Ja ge-12. ſetzt, das Heyl werde ihnen verkuͤndiget,woher ſollen ſie wiſſen, daß dieſes Heyl vonGott komme? Indem dieſe froͤliche Bott-ſchafft jedermann verkuͤndiget werden ſolle,ſo muͤſſen wir dabey dieſes beſtaͤndig vor0 Augen haben, daß ihr Beweis dem aller-ſchwacheſten Verſtande zwar begreiflich,hbber nichts deſtoweniger auch im Stande
ſeyn muͤſſe, die Unterſuchung der Aller-
ſcharfſinnigſten auszuſtehen.
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