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Ga-PlinitJ da-nahls
Achter Theil. 349
mahls auf eine ſo gehaͤſſige und grauſameWeiſe verfolget wurden, daß Plinius ſelbſtbey dem Kayſer Klage daruͤber fuͤhret,konnten ohnmoͤglich vergeſſen haben, daßder ehrwuͤrdige Verfaſſer des letzten unterden vier Evangelien beynahe ein halbesJahrhundert unter ihnen gelebet hatte.Man erdultete keinesweges ſo viel um desCheiſtenthums willen, als weil man dleJunger Chriſti ſelbſt gehoͤret hatte, undman lieſſe ſich des Evangellii wegen nicht inStuͤcke hauen, ohne zu wiſſen wo es her-kam, und warum man es glaubte?
Daß die groſſen Gemeinen zu Rom,Corinth, Epheſus und anderswo, denGlauben und die Schrifften der Apoſtelvon ihnen ſelbſt, als den wahrhafftigenVerfaſſern, empfangen hatten, das kanman noch auf eine andere Weiſe darthun.Die Verfaſſer beſagter Schrifften redenbey aller Gelegenheit von dem Tempel zuJeruſalem, als von einem Gebaͤude, dasnoch in ſeiner Verfaſſung ſtehet: Darausiſt zu ſchlieſſen, ſie muͤſſen beynahe alle in-nerhalb der 38. Jahre geſchrieben haben,welche zwiſchen dem Tode Chriſti und derZerſtoͤrung des Tempels durch Veſpaſia-num verliefen. Die Sache redet vonſeloſt, und es iſt dabey nicht die geringſteWeeltlaͤufftigkeit noͤthig. Die
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