Achter Theil. 407
.iſt ſo verzweifelt boͤſe, daß ihn weder dieurſprüngliche Religion, noch die allgemei-nen Gebraͤuche/ welche die Grundſaͤtze der-ſelbigen auf das deutlichſte porſtelleten, nochdie Vernuafft, noch die Weltwelsheit, nochdie Geſeze verbeſſern konnten. Was ſindnun noch vor Mittel uͤbrig ſein Herz zu ge-winnen?
Der Menſch opferte, und brachte dieErdfüchte dar, ſeildene er geſündiget hatte,das iſt ſeit dem Anfange; Hiedurch legteer ein doppeltes Bekenntniß ab, erſtlichdaß er nicht des geringſten wuͤrdig ſey/ unddaß er verdienet haͤtte alles zu verliehren.Allein gemeiniglich hatte nichts Antheil andieſer gottesdienſtlichen Handlung, als nurſeine Hand alleine, dieſe vergoß das Blutder Opfer⸗ Thiere, und legte die Fruͤchtehin. Auch ſo gar bey dem auserwaͤhltenVolke gieng es nicht beſſer zu. Das auſ-ſerliche des allererſten Gottes dienſtes bliebin ſeinem Weſen, aber das Herz heegetemeiſtentheils weder Dankbarkeit, nochUberzeugung ſeiner Unwuͤrdigkeit, nochMitleiden gegen die bedraͤngten Umſtaͤndeſeines Naͤchſten. Das Hauptwerk man-gelte; die Gedanken ſtimmeten mit demaͤuſſerlichen im geringſten nicht uͤberein, undalſo war es ein leeres Weſen.
Derjenige, welchen G Ott ſandte, dieGerechtigkeit einzufuͤhren, und den Frieden
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