Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
449
JPEG-Download
 

we-zu-ge-

b el-s iſtlun-daszen,

die

imat ei-keh-

demungrſu-t zuinergerwa-ichenge;elſ-der-rſu-äͤch-nanien-jehwiſ-

Achter Theil. 449

— ˙¹—mwiſſen was man nunmehro anfangen ſolle!Es iſt offenbar, daß die Apoſtel bey dieſemhoͤchſtwichtigen Vorfalle weder mit Todebeſtraffet noch ins Gefaͤngniß geſezet wor-den indem ſie noch lange hernach, die Aufer-ſtebung oͤffentlich predigten, ja ſo gar andem Thore des Tempels, durch wunder-thaͤtige Heilungen bekraͤfftigten. Daherhat GOtt ihren Meiſter auferwecket.

Dleſer Schluß fließet aus der Grund-regel aller Staatsverfaſſungen, naͤhmlichdie Boͤſewichter und Unheilsſtiffter beymKopfe zu nehmen, und gehoͤrig abzuſtrafen,inſonderheit ſo lang ihr Anhang nochſchwach iſt.

Es erhellet dieſer Schluß im gegenwaͤr-tigen Falle um ſoviel deutlicher, weil dieApoſtel keine Leute waren, die etwas aufdie Guͤte noch auch auf eine gelinde Zuͤchti-gung gaben. Sie ſagen rund heraus, ſiemuͤſten GOtt mehr gehorchen als den Men-ſchen, und halten ihr Wort auch redlich.

Bey einer dermaßen gefaͤhrlichen Hals-ſtarrigkeit, war es um ſoviel nothwendigereine gerichtliche Unterſuchung anzuſtellen,wie es mit dem geſtohlnen Leichname zuge-gangen ſey; die erſtaunliche Wuͤrkungwelche dieſe Betruͤgerey that, und der

VIII. Theil. Ff Glau-