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zu dürfen. Die Armen, d. h. diejenigen, die ganz odetzum Theile von Unterstützung leben , bilden eine besondereClasse in der Gesellschaft, aus welcher es, bey der bestehendenEinrichtung des ArmenwesenS, eben so selten ist, jemandheraustreten zu sehen, als man etwa einen Jndier dieCaste seiner Vater verlassen steht; aber leider ist dieß keinegeschlossene Classe. Sie wird im Gegentheile täglichdurch die nicht unbeträchtliche Anzahl derer vergrössert,die durch Unglücksfalle, noch weit häufiger aber durch Un-verstand und Unsittlichkeit, in Dürftigkeit gerathen, undda dieser immer erneuere Zuwachs sich nun einmal nichtabwenden läßt, so muß der Krebsschade der Armuth im-mer weiter um sich greiffen und am Ende eine für die be-sitzenden Classen furchtbare Grösse erreichen, wenn nichternstlich darauf gedacht wird , ihm auf einer andern SeileStoff zu entziehen. Dieß kann aber nur allein dadurchgeschehen , daß die Kinder der Armen zur Selbstständig-keit erzogen, d. h. vermittelst ihrer Erziehung in den Standgesetzt werden, durch sich selbst, und ohne fremde HülseM bestehen. Die Armen - Anstalt zu Hofwyl soll zumBeyspiele dienen, wie eine solche Erziehung mit nochgeringerem Aufwande, als gewöhnlich blos für den nothdürf-tigen Lebensunterhalt der Kinder des Armen erforderlichist, bewerkstellig^ und dasjenige, waS man sonst beymUnterrichte des Volkes als Hinderniß ansieht, die Arbeitnämlich, die sej„x ganze Zeit in Anspruch nimt, sogarals Mittel benutzt werden kann. Wenn Herr von Fellen-
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