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Bericht über die Armen-Erziehungs-Anstalt in Hofwyl, im Namen der zu Beaufsichtigung derselben niedergesetzen Commission / abgefasst von A. Rengger
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in seiner Kindheit ergreifen; und bey der vorhabendenVolkserziehung scheint man sich den Zweck vorsetzen zumüssen, die Fähigkeiten eines jeden Individuums auf eineArt zu entwickeln, vermöge welcher cS seinen eigenen Be-dürfnissen abhelfen und um sich her einen wohlthätigenEinfluß ausüben könne.

Herr von Fellcnberg , schon längst von diesen Wahr-heiten überzeugt, wünschte eine praktische Verbesserung inder Erziehungsart der Kinder des Landvolks einzuleiten,und bereitete die Umstände vor, die den Erfolg dieses erstenVersuches sichern konnten. Er fühlte, daß seine Armen-schule vor dem Einflüsse des bösen Beyspiels ganz verwahrtbleiben, daß die christliche Liebe daS Band derselben seyn,daß der religiöse Sinn sie gewährleisten, und daß der Leh-rer derselben sich unbedingt der Erfüllung seiner Pflichten,gleichsam wie einem apostolischen Berufe, hingeben müsse.Er fühlte, daß allein daö Wohlwollen und eine schonendeGüte daS Zutrauen der Kinder erwerben, ihnen Redlich-keit zum Bedürfnisse machen , Sittenreinheit und Einfalt,gleichsam wie eine Gewohnheit, denselben mitgeben könne;daß es erforderlich sey, alle jene Mittel zu entfernen,durch die man gewöhnlich den Wetteifer zu erregen trach-tet , da sie vielmehr geeignet sind, den Neid zu erzeugenund die wohlwollenden Neigungen zu verdrängen, welchedie Kinder einer solchen Schule unter einander zu ihrerBildung wie zu ihrem Glücke verbinden sollten; und end-lich daß die gewöhnlichen Strafmittel, die den Menschen