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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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Bars. Baff.

Pftund - Loiistur gehört Wechsel-weiß denen Gerichtsherren von Wetzi-kon und Landenberg.

Erster Pfarrer allda Ware Benedict Stadtschreiber, An. is2o,vermahlen Friederich Schmid, seit An. 1734.

Barfüffer-Mönchen und Kloster.

Ihr Orden ist vom Pabft ttonorio An. 122z consirmirt worden.Die Zeit ihrer Ankunfft aber in Zürich ist unbekannt. Etliche setzen das22zo Jahr; gewiß ist, daß sie An. 1240 schon zu Zürich gewesen, ttor-tinZerj. Die Bürger haben ihnen zu Erbauung ihres Klosters merklichgeholffen, so daß eS An. 1240 schon im Stand gewesen. So bald sie festenFuß gehabt, siengen sie an die Kanzlen und Begräbnuffen an sich zu raffen;Ihr aberglaubigeS Wesen aber mißfiel denen Chorherren sehr. Sie hiel-ten sich wol an den Bürgeren, und verrichteten ihnen den Gottesdienst, alsdie Stadt von dem Pabst in den Bann gethan war, wie unter dem TitulBann zusehen. Es ward aber zur Zeit der Reformation aus diesem Klo-ster ein Amt gemacht, dessen Verwalter ein Obmann betitlet wird.

säö. Ein Obmann in diesem Amt solle aus den kleinen Räthen er-wehrt werden, und bekommt durch diese Wahl den Rang unter den HHrn.Häupteren ; Hat währender Bedienung den beständigen Sitz im Rechen-Rath , Geheimen Rath, und bey anderen Ehren- Lommimonen; Istein Fürgeftzter aller Amtleuthen, und wir- deßwegen ein Obmann ge-meiner Rlofteren genannt.

In dieses Amt werden die meisten Einkommen der anderen Klosteren,als in ein gemeines Vorraths- Hauff, zusammen gebracht, und werden diemeisten Ausgaben danahen abgefertiget. Anfangs blieb ein Obmann le-bens-lang in dem Amt; Aber An. 1664 würd diese Bedienung auf 9Jahr, und hernacy An. 1674 gleich anderen Aemteren auf 6 Jahr gcsezt.Der erste Obmann hieß, Hr. Georg Müller, An. - 5 32. Dtßmal ver-waltet es Hr. Salomon Hirtzel, An. 1739.

In dem Creutzgang bey den Barfüssern litzt begraben Lutold, Frey-herr von Regenspecg, nachdem er von denen Zuricheren, mit Hülff GrafRudolffm von Habspurg bekrieget, ihme seine Stadt und BettungenGlanzenberg, Balderen, und Uetliberg An. 1268 eingenommen undzerstöhrt, und er zuletst genöthiget worden , sich in -er Stadt Zürich zuverleib-ingen.

* Bafferflorff oder Besserstorff.

. - Ein Dorf, -ardurch ein strenger Paß von Zürich nacher Winterthurist,'bey emer Stund Wegs von der Glatt, in-er Grasschafft Kybur^ge-