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An. I so6 wäre ein so kalter Winter, daß die Räben erfroren, und dieBäum zerspalteten: Darauf ist erfolget ein guter fruchtbarer Sommer,und eine grosse Wolfeile. ^
An. 1514 wäre ein sehr scharffe und langwierige Winterkälte, stehen-de und fließende Wasser überfroren so hart, daß man nicht mahlen könte.
An. r 517 überftore im Jenner der Zürichsee, und fielen im Frühlingin die 42 Reifen. Der letste den ro Jun. die verursachten neben Hagel-Wetter , grosse Theuruna. säö. Dann es folgte auf die grosse Kälte soein heißer Sommer, daß die Schmalsath auf dem Feld verdorben.
An. 1526 käme 14 Tag vor Pfingsten ein Kälte, daß der Wein unddie Nüssen erfroren.
An. isZ4 wäre Anfangs des Jahrs grosse Kalte, viel Menschen undVogel erfroren, Räben und Bäum spalteten auf: Der Sommer daraufwäre warm, und hatte wenig Regen. Den 22 Heumonat hatte man reif-st Trauben.
An. i s 54 wäre ein sehr kalte Ernde, die Witterung wäre so kalt wieum Galli Tag.
An. 1564 wäre es im Meyen kalt, Reisten und Schnee bestellten dieFrucht. Gleichwohl Ware um St. Margaretha - Tag Ernd, aber kaltund naß.
An. i s6f, zu Anfang dieses Jahrs wäre die Winterkalte so streng,daß dergleichen bey Manns - Gedenken nicht gewesen; Man fände auf denStraffen hin und her viel erfrorne Leuthe, dieWeinräben wurden verderbt,der Frucht-Saamen erstecht, oder von Ergiessung der Wasseren verschwem-mtt, und die Brucken von den grossen Eysklotzev zerstoßen.
2ln. 1571 liesse sich der Winter sehr streng an, also, daß viel Leuth vonunerträglichen Frost dahin gestorben, oder von den hungerigen Wölfen zer-rissen wurden. Darauf dann eine 5 jährige Theurung erfölgete, da zu Zü-rich der Mutt Kernen 12 Pfund io ß. und der Roggen io Pfund gälte.Das gememe Volk dachte Brot von halb Apflen und Mehl. 266. VielLeuth nehrten sich mit Graß, und wurden viel hin und wieder mit Graß inden Mäulern todt gefunden. Die Oberkeit liesse mit grossen Kosten Kornaus Burgund, und von Straßburg herbringen, und gäbe den Bürgerenund Land- Leuthen aus ihren Aemteren den Mütt um 8 Pfund, und liesse,den armen Mann zu ernähren, den Graben vor der kleinen Stadt säube-ren, das Bollwerk an dem Augustiner-Thor, und das Schutzenhauß amPlatz bauen. .
An. 157z wareem sehr kalterWinter: DerBoden-Zürich-undandere See überfroren: Roß und Mann gieng darüber. An der Faß-
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