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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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236
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Räiserstirhl. Ratzensee.

An- 1294, anSt. Waldburgi-Tag, (den iMey) knuffteBischoffHeinrich von CostanZ, Gebohrner von Clingenberg, die Stadt Kaiser-stuhl am Rhein und die Beste Rötelen vorüber, ( auf der andern ^l-lemamschen Seiten des Rheins, da der Costanzische Obervogt seinen Sitzhat,) von Hrn. Lütolden von Regensperg, Frey, um 920 Mark Sil-ber, und 220 Mütt Kernen. ZZiä. LLlmäi. Die Hohe Herrlichkeitgehört in die Grafschafft und Landvogtey Baden. Von der C ladt gegendem Schloß hinüber ist der Rhein mit einer Bruck belegt. Oben beydem Eingang der Stadt stehet ein alter Thurn, an Form dem m Solo-thurn gleich, so auch von Kayfer Tiberio erbauet worden seyn solle.

An. 1712 haben beyder Lobl. Ständen Zürich und Bern Kriegs-Trouppen diese Stadt eingenommen, und stch huldigen lassen. Es sindihnen auch in er,olgtem Friedens-Schluß, mit der Grafschafft Badender Lobl. fünff Catholischen Orthen daran gehabte ffura geblieben. Voralten Zeiten aber hatte Käiftrstuhl eigene Freyherren, biß Namens, dievon den Grafen von Habspurg und Baden zu hohen Aemtern gezogen wor-den, auch Mltstiffter zu Wettmgen gewesen. An. 942 erschiene Conrad,Freyherr von Baiserftuhl aufdemThurnier zu Rothenburg an der Tau-ber , und An. 1165 Ernst, auf dem zu Zürich. An. 12s s hat RudolffFreyherr, und seine Gemahlin Adelheit, Freyfrau von Tengen, etliche beyEgltsau gelegene Hofstetten und Güter an das Closter Wettingen vergäbet.An. 1262 lebte Arnold, An. iz 12 Anna, ware Custorin, und hernachAbtissm zum Frau Münster. An. i Z92 Friderich, erschien auf dem Thur-nier zu Schaffhausen. Ihr Waapen waren 7 weiß und roth abwechslendeschreg und krum herauf streichende, im rechten oberen Eck des Schilds sichzusammen spitzende Rauten : Auf dem Helm ein weiß und ein roth Harsch-Horn, mit drey grünen Blätteren auf jeder Seiten. Frumpüur meldetnoch von einem Geschlecht und Adel, mit ausgesezten Waapen, die Schen-ken von Raiserstuhl genannt, die er Schenken -er Grafen von Badenoder Habspurg gewesen zu seyn, vermuthet.

Nach Absterben des lctstern Freyherren von Käiftrstuhl, ist selbigesErbsweiß an die Herren von Zvegenspurg, und hernach wie oben aemeldehan das Bißthum Eostanz, gekommen, ilckuä.

* Katze,isee.

kelinus Lacus. Oati I^eus, kkeHicano, in derPfarrRegenstorffMgen, ist zweyfach, der Untere und grössere, und Obere kleine, in al-ten Instrumenten Egelfee genannt, und dem Closter Wettingen von denEdle« von Schönenberg um 122 Pfund verkanfft, welche beyde gleichwohl

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