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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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550
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sso MoUish. wultel. würi. wülflingen.

Der alte abgegangene Burgftahl mit der daran gelegenen Capell, (sonach Anzeigung der allda anf dem Honrein, An. 1692 gefundener alterRömischer Pfenningen, Menschen-Gebeinen, Roßeisen, sonderlich Mau-ren und Estrich, an diesem Orth gestanden,) ist an die von Level, Röü-sten, und Gchmiden zum Stäg kommen, wird auch noch jezt von Ickr.Obrift - Lieut. Hans Gchmid , besessen. Ihr Waapen wäre ein grabherunter getheilter Schild, da die einte Seiten ganz blan, die andere roth,nnd durch selbige zwey gelbe Balken gehen.

Die Pfrund - CoUamr gehört der Stadt Zürich. Erster Pfarrerdaselbst wäre, Jacob Balber, An. 170z. Vermahlen Heinrich Gun-ter, An. 1756.

* Wultelingen.

Ware eine Burg in der Grafschaft Kyburg gelegen, da Edle diesesGeschlechts gewöhnet, die mit der Burg abgegangen.

Würi.

An. 1580, wurde die Würi von dem Helmhauß an biß zum Rüden,da zuvor ein Sumpff gewesen, gebauet, und Krämer-Läden dahin gesezt.

Die neue Würi von Ickr. General Schmids Hauß,biß hinab aufdenalten Kornhauß-Plch bey der unteren Druck, würd angefangen mit Qua-der-steinen zu bauen, An. 1637, den 24Jenner. Zuvor ist das Wasseran denen Häusern hinab gelösten.

sclcl. An. 17z - wurde von -er Mezg biß gegen dem obern Mülli-stäg der Weg, da alle Gaffen in den See hinab gehen, durch Hrn. Bau-herr Joh. Jacob Eftder, erhöhet, so daß man nun bey aufsteigender Lim-mat bequemer als vorher mit vielem Brücken «nd Stägen, hin und herwandeln kan.

Wülflingen.

Ein Dorff unter Winterthur gelegen, allwo vor altem die Freyherren»on Hohen-Wülflingen, eines alten Wohlgebohrnen Stammens, gewöh-net haben, welche Frey-Herrschaft sie von denen Grafen von Kyburg,Habspurgischen Stammens, zu Lehen gehabt haben, worzu auch Bucham Jrchel gehört: Sie waren der Stadt Zürich mit etwas Burg-Rech-^n zugethan. An. woz, lebte Chuno, Graf von wülvelmgen, ist vonRayser ttenrico , mit und neben- einem Grafen von Nellenburg «nd Lenz-7^rg, dem Herzog Rudolfen aus Schwaben zugegeben worden, den Grän-^ Glarner-nnd Urner-Land, wegen der Clöstern zum FrmrMunster, und St. Hilarii zu Glarns, zu entscheiden.

Als