der almi Nationen. 6z
bekannt, ein Geschichtschreiber, dessen wenige aberwichtige Ueberbleibsel, welche uns die Griechen auf-behalten haben, von den Gelehrten sehr hochgeschä-tzet werden« phcrecydes, der erste Grieche, dersich auf die-Welrweishkit legete, schöpfte seine Weis-heit aus phönicischen Büchern. Ebenfalls soll derbekannte atheniensische Gesetzgeber, Draco, bey derAbfassung seiner Gesetze der phönicischen Schrift-steller sich mit Nutzen bedienet haben. Ich geheviele anders Schriften und Geschichtschreiber vor-bey, deren Namen bey den Alten vorkommen, undwelche augenscheinlich beweisen, daß nicht der Man-gel an Schriftstellern die Ursache der Dunkelheit derphönicischen Geschichte sey. Es hatte vielmehr dieseBewandcniß. Die Griechen, welche in den dama-ligen Zeiten, außer den Phöniciern, die einzigen wa-ren , bey welchen das Bücherschreiben recht Modewar; legeten sich nicht auf die Kenntniß fremderSprachen, und daher waren ihnen die in der hebräi-schen oder phönicischen Sprache, welches einerley ist,von keinem Nutzen. Da nun nachher die phönici-sehe Nation dergestalt ausstarb, so daß sogar ihrName aus der Reihe der Völker verschwand, wo-von die Geschichte sonst kein Beyspiel ausweist: sowar niemand mehr vorhanden, der diese phönici-schen Denkmaale lesen oder gebrauchen, und folglichauch niemand)'der sie vom Untergänge retten konn-te. Die Griechen wußten also, ausgenommen eini-ge Bücher, welche aus dem Punischen ins Griechi-sehe übersetzet worden, wenig von dieser Nation undihrem innerlichen Zustande. Allein, ihre Seereisen,
Pflanz-