der alten Nationen.
einige Samier, welche nach Aegypten feegelten, durchwidrigen Wind über das Mittelmeer getrieben wur-den , und zu Tartessus, einer phönicischen Stadt aus-serhalb der Straße, anlangeten. Sie verkauftenhier ihre für Aegypten bestimmte Waaren mit un-glaublichem Vortheile. Dieß war die erste Gelegen-heit, wodurch die Griechen das ihnen vorher unbe-kannte Weltmeer kennen lerneten. Dem ungeach.tet findet man noch nachher eine grobe und schänd-liche Unwissenheit in der Erdbeschreibung bey dengriechischen Schriftstellern. Wir wollen hievon ei-nige Beyspiele anführen.
§. n.
Sie glaubeten gänzlich, daß das Ende der Weltbey der Straße sey, daß das Meer hier anfange un-schiffbar zu werden, und daß weiter hin nichts alsein Chaos und ewige Nacht sey. Ihre Dichter stel-len desfalls den Untergang der Sonne auf die Artvor, daß sie sich alle Abende mit großem Geräuschein das bey Cadip vorbeyfiießende Meer, oder denFluß Ebro, stürze; undLpcophron weist ansehendiesem Irrthume der Aurora, oder Morgenröthe,ihre Schlafkammer auf der Insel Crene an. He-rodoe, ein Grieche aus Kleinasien, welcher eine sogroße Kenntniß der Länder, welche unter der perst-sehen Hoheit stunden, zeiget, verräth eine große Un-kunde der Länder, welche außerhalb Asien liegen.Er läugnet gänzlich, daß ein Meer vorhanden sey,welches die ganze Welt umfließe, und ist wider dieErdbeschreiber seiner Zeit aufgebracht, welche dieß
aus