ZZ4 MgemeitreHandlungsgeschichte
-ert tausend Mann zu Fuß und dreyßigtausend Reu-tern in Phönicien ein. Mentor, der damals inSidon war, wurde bey der Annäherung dieses Hee-res furchtsam. Er sandte einen getreuen Bedien-ten heimlich an den König von Pcrsien, und erbotsich nicht nur, ihm zum Besitze der Stadt Sidon,sondern auch zur Eroberung AegypcenS zu verhelfen,wobey er ihm gure Dienste leisten könne, weil er dasLand kenne. Dchus, vergnügt über diese Aner-biethungen, sparete keine Versprechungen, den grie-chi chen Feldherrn in seine Dienste zu locken. Die-ser Verräther, als er solche Versicherungen, wie erwünschete, vom Könige erhalten hatte, fand Mittel,selbst den König von Sidon in seine Verrätherey zu-ziehen. Die unglücklichen Sidonier, welche in denMentor, vielweniger in ihren eigenen König, ei-niges Mistrauen setzeten, machten inzwischen zu ei-nem muthigen Widerstände Anstalt. Die Stadtwar mit allen Erfordernissen, eine lange Belagerungauszuhalten, hinlänglich versehen. Um die Stadtherum harten die Einwohner einen dreyfachen Gra-ben gezogen, und eine hohe Mauer aufgeführet.Außer den geworbenen Kriegsknechten war dieStadt mit einer ansehnlichen Anzahl beherzter Sr-donjer besetzet. Die Seeküste wurde von hundertgroßen Galeeren gedecket. Aber alles war vergeb-lich. Denn sobald der König Tennes hörete, daßdie persische Armee herankam, stellete er sich, als wenner sich zu der allgemeinen Versammlung der Phö-nicier begeben wollte, zog mit fünfhundert Mannaus, und nahm hundert von den vornehmsten Bür-gern