zz6 AllgemeineHarldlungsgeschichte
ihm keim Dienste mehr leisten konnte, und im Her.zen seine Verrätherey rerabfcheuete, ließ er ihm dasLeben nehmen. SidonS erschrecklicher Untergangsehere die übrigen Städte Phöniciens in solche Furcht,daß sie sich alle freywillig dem Sieger unterwarfen,lind jedwede machte unter so guten Bedingungen,Llls sie erlangen konnte, Friede. (Dct)US war da».von um desto weniger abgeneigt, weil er eileke, seineHauprabsicht, Aegypten einzunehmen, auszuführen.Dergestalt wurde ganz Phönicier, unter persischeBothmaßigkeit gebracht. Sidon ward zwar wie-Her erbauet, es gelangete aber nie wieder zu feinerporigen Höhe. Seit dieser Zeit hegeten die Sido-nier einen unauslöschlichen Haß gegen die Perser.Man darf sich also nicht wundern, daß sie zwanzigJahre hernach die Gelegenheit, das persische JochabzuHnrteln, so begierig ergriffen, und sich dem groß.sei, Alexander so bereitwillig unterwarfen.
.§.170.
Einige Jahre, wie es scheint, vor der Zerstörungder Stadt Sidon, gieng in Tyrus eine Revolutionvor, die eben so sonderbar als erschrecklich war. DieLeibeigenen, weiche in dieser großen Stadt in nichtgeringer Anzahl waren, verschworen sich gegen ihreHyrren, und ermordeten sie alle in einer Nacht, aus-genommen einen einzigen Bürger, der Strato hieß,welchen sein Sclav heimlich beym Leben erhielt, weiler ihn allemal sehr gelinde gehalten hatte, und wel-cher nachher durch einen besondern Vorfall Königward. Die Leibeigenen setzeren sich auf diese Art