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den, wenn nicht zugleich die Geschichte anderer Na-tionen, womit sie allemal auf verschiedene Art inVerbindung stund, eingeschaltet wurde. Daherkömmt es, daß wir in dem alten Testamente einenunschätzbaren Schatz mancherley alter Nachrichtenvorfinden, deren die weltlichen Schriftsteller entwe-der gar nicht, oder sehr dunkel erwähnen, und diegleichwol in der übrigen alten Geschichte von derwichtigsten Brauchbarkeit sind.
II. Unter die Zeugnisse der göttlichen Offenba-rung gehören anch die Weißagungen. Diese aberbetreffen nicht bloß die Schicksale der Juden, son-dern auch anderer damals berühmter Nationen.Hatten die Propheten bloß von dem jüdischen Volke,zu dem sie gehöreten, und dessen Zustand ihnen be-kannt war, geweißaget: so möchten ihre göttlichenVorherverkündigungen vielleicht von vielen als klugepolitische Errathungen angesehen werden. Dieseswar weniger zu befürchten, da sie es wägeten, vieleJahre voraus die Revolutionen auswärtiger Reiche,in denen sie niemals gewesen waren, zu bestimmen.Daher findet man in den prophetischen Büchern soweitläuftige Stellen von Aegypken, Babylon, Sy-rien, Arabien und vielen andern Ländern, welche,wenn man sie von der hohen morgenländischenSchreibart entblößt, nichts anders sind, als eine Ge-schichte, welche eher aufgezeichnet worden, als sie vor-gegangen. Es ist also nicht ohne Nutzen, wenn lol-cheStellen sorgfältig aufgekläret werden (besondersda sie in unsern gewöhnlichen Ucbersetzungen sehröunkel und undeutlich sind); wenn man ihren Werrh,
sowol