zur phön. Handlungsgeschichte, zz?
den Stand geseßct wird, die dabey vorfallenden Um-stände mit den Weißagungen zusammen zu halten;wenn wir aber nichts weiter von einem solchen Vor-falle wüßten, als daß er geschehen sey, und die da-bey vorgefallenen Umstände wären uns gänzlich un-bekannt: so würde uns die Wcißagung nach ihrerErfüllung eben so schwer auszulegen seyn, als vorihrer Erfüllung. In diesem Falle befinden wir unsin Ansehung der Zerstörung der Stadt Tyrus durchden t^ebucadnezar. Das Licht der Geschichtefehlet uns hiebey gänzlich. Die Profanscribentenerwähnen dieser Zerstörung nicht, ausgenommen daswenige, was Joseph aus dem philostrar anfüh-ret. Was ist es also Wunder, daß wir in denWeißagungen manches gar nicht verstehen, und beyvielem ungewiß sind? Dieses sind die allgemeinenUrsachen ihrer Dunkelheit. Die besondern gehe ichvorbey, z. E. daß beym Ezechiel so viele Namenvon Naturalien vorkommen, von welchen wir keinedeutlichen Erklärungen aus denen Zeiten haben, daes noch keine 8zNemata blaturas gab, so viel wirwissen.
Diesem ungeachtet giebt es viele Ausleger dieserSteilen , welche, weit entfernt ihre Unwissenheit ein-zugestehen, ganz dreist ihre Meynung von Sachensagen, welche sie so wenig wissen, als wissen konnten.Allein die Verschiedenheit ihrer Muthmaßungen ver-räth ihren seichten Grund'hinlänglich; der eine muth-maßet dieß, der andere das. Ich kann diese Aus-lcgungsart nicht mit der Achtung reimen, welcheman einem so heiligen Buche schuldig ist. Ich ha-
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