IV Vorermnmmgen.
Die in diesem letzten Theil der Geschichte von Frankreich S. 127 undanderwärts angeführte ttiüoire äe 1a ivlere et 6u kils ist auf dem Titel dembekannten Historiographen Mezeray beygelegt/ nrw ich habe sie deswegen im-mer unter seinem Namen lind nur unter den Hülfsmitteln nach der Abbrevia-tur Vergl. (vergleichet) in den Noten citirt. Der darin herrschende und vonMezeray's Stil abweichende Ton lind die meistens in der ersten Person fort-gehende Erzählung machte mich bey dem Gebrauch des Werks stutzig; undendlich fand ich meine Vermuthung, daß wohl der Kardinal Richelieu selbstdessen Verfasser seyn möchte, durch die sehr wahrscheinlichen Gründe eines un-genannten Gelehrten unterstützt in dem Dileours prelimmaire, der den E-moires Iuüorigue8 er critigues lur cliver8 poiut8 üe 1'knltoire üe krance etpluüeurs autre8 tujet8 curieux, yar kraneois Lu6e8 6e ^le/era^ (ä ^mitercl.Z 75 Z. 2 T'omeg in 12 .) vorgesetzt ist, und zwar p. I^IX lssg. Es werden dort be-sonders diejenigen widerlegt, die behaupten wollen, Mezeray habe bey Verfer-tigung der bliüoire äe 1a IVlere er äu b'Ü8 nur die Maske des Kardinals Ri-chelieu angenommen. Man muß daher dieses Werk unter die Quellen rechnen,die zur Kenntniß des Zeitraums, den es beschreibt, erfordert werden.
Der Vorwurf, den neulich ein scharfsinniger und dabey nachsichtigerKunstrichter über den im Z7sten Theil der allgemeinen Welthistorie oder imzweeten Band der Geschichte voll Frankreich S. zr 2 mitgetheilten Kupfer-stich, der eine Vorstellung des entscheidenden Treffens bey Poitiers oderMau-pertuis IZ56 enthält, geäußert hat, trift nicht sowohl mich, als den P. Da-niel, aus dessen büttoire cle la kviilice krau^oilo er eiltlehnt worden ist. Erhätte, so wie die andern Kupfer, meiner Geschichtbeschreibung unbeschadet,- wegbleiben können: aber einer gewissen Klasse von Lesern zu gefallen, hieltensich die Verleger für verpflichtet, ihn nebst den andern beyzulegen.
Für diejenigen Liebhaber der ftauzösrschen Geschichte, denen vor kor-pulenten Quartanten, vor hochgelahrten Noten und vor allem, was denSchein der Gravität und Erudition mit sich führet, grauet, werde ich einenAuszug aus meiner Geschichte von Frankreich verfertigen, zu dem schon einigeVorbereitungen gemacht sind, und worin ich, ohne die Würde der historischenMuse zu beleidigen, und ohne Uebergehuug wichtiger Begebenheiten, dieseGeschichte in einem leichtern Gewand darstellen werde. Geschrieben zu Er-furt am i?ten April 1776.
Johann Georg Mensel,
Hochfnrsrl. Quedlinburgischer Hofrath, vrdcircl. Professor der Geschichteauf der Kurmainz. Universität zu Erfurt, und Mitglied einiger ge-_lehrten Gesellschaften.
Verreichniß der Rrrpfer-
H,. (üarte «Ze la Rrance ärestee par le 8r. Robert kommt z» stehen vor — S. i.
L. Die Proeeßivn der Ligue gehört zu - - - S. 16.
Geschick)-