28. Buch. Heinrich der Vierte. 2 i
^ Gleich zu des f-,gmd-„ZchrS sch<,.g den Hulstm an V.^
St. Denis fehl, wo der Herr von Vic mit weniger Mannschaft Befehistzav, , Vergeblicheraber die schon eingedrlingenen Feinde durch außerordentliche Gegenwart des Wehres ven- zz^^ch dernoch wieder heraus schlug und ihren Anführer, Ritter von Aumale, todtste, ^ge- Aguisten auf
gen mißlung HemÄen sein Anschlag auf die Hal.ptstadt, vermöge dessen er sie «b r. St. Dm.s. ^fallen und einnehmen wollte durch Hülfe vorangeschickter Offmere, dw m Bauern rkleider und Mehlsacke auf den Pferden hatten; denn die Pariser traueten ihnen meyl ^ Jan-rind schlugen sie in die Flucht. Daher ward dieser Vorfall das MeylgeseMte >
Bey Erwartung günstigerer Umstände fnhr der König fort, sich benachbarterStädte zu bemächtigen. Fast alle ergaben sich bald: nur Chartres hielt eine hartna l-ge Belagerung aus 's). Dieser glückliche Fortgang der Waffen ward dem Komg dur )
Feinde an seinem eigenen Hof, in feiner eigenen Familie verbittert. Der Kardinal ^
^.arl von Bourbon eur Neffe des verstorbenen und von der Ligue zum Komg er- bourbonklarten Kardinals gleiches Namens **), glaubte in den Zögerungen mit Heinrichs macht sich eineAbfall von der reformirten Religion einen scheinbaren Verwand zur Throngelangung zu Partey, diestnden. Von Natur war der junge Prälat mehr Yen Vergnügungen ergeben, als eifer- dritte genant,süchtig gegen Befehlshaberey; er hegte so gar Widerwillen gegen die mit Ranken ver- und will Ki>-knüpften Beschwerlichkeiten und Anstrengungen des Geistes: aber seine alten Lehrmeister "und Hofleute, die von seiner Erhebung Vortheil zu ziehen hofften, wüsten ihn nach ihremWunsch zu lenken. Der Kardinal bezeigte sich zu allem, was man verlangte, willfäh-rig ; er ließ es geschehen, daß man Schriften ausstreute, worinn behauptet wuck>e, derKönig sey keineswegs Willens, seine Religion zu verkästen, folglich waren alle Katholi-ken schuldig, sich von ihm zu trennen. Der Prälat ersuchte so gar den Pabst, ihn zuschützen und der Ligue einzuschärfen, daß sie ihn als König erkennen mochte. Da dieAnsprüche des Kardinals den katholischen Herren durch geschickte Unterhändler annehm-lich gemacht wurden, so verursachten sie eine Gährung in den Gemüthern, und dahereine neue Partey, die man die dritte nennte ***). Unter bessern Führern und ememkühnern Oberhaupt hätte sie gefährlich werden können: aber so fehlte ihren Entwürfenbald Glück, bald Muth; sie zergieng, ohnerachtet sich die Liguisten willig mit ihr verban-den, wenn es darauf ankam, den König anzugreifen. Dies geschah unter andern beydem Anschlag auf Mantes, wo sich Heinrich aufhielt, so oft es die Verrichtungen imFelde erlaubten, ohne dabey sonderlich auf seiner Hut zu seyn. Belitl, Befehlshaberzu Paris, und Villars, Befehlshaber zu Rouen, beschlossen, mck einander auf derSeine von oben und unten mit so vielen Truppen als sie aufbringen könnten, unter denMauern der Stadt Mantes zusammen zu kommen, und sie mit vereinten Kräften an-zugreifen. Zugleich sollten die Anhänger der dritten Partey, die in der Stadt beymKönig seyn sollten, die Stürmenden durch Erregung eines Aufruhrs unterstützen.
Kaum zweifelten sie noch am glücklichen Erfolg ihres Vorhabens; den einzigen Kum-
C 3
I-a , - **) Lud-wig, Prinz von Conde'. ^uder des
g) Durch die guten An stalten des Grafen von Königs Anton von Navarra, war der -rarer desLbakillon ward die Stadt zur Uebergabe gezwunr jünger,, Kardinals von Bourbon.gen Dieser würdige Sohn des Admirals von , „„r - p-w».
Loügni starb bald hernach. ^