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LF. Buch. Heinrich der Vierte.
i5yr mer, den sie hatten, verursachte ihnen der Gedanke, was sie wohl mit dem König an-fangen wollten, wenn er in ihre Hände fiele. Denn, sagten sie, dergleichen Vögcltaugen nicht für den Käfich; hieraus kann man schließen, daß sie ihn würden getödtethaben. Allein, die Vercatherey ward entdeckt, indem die Royalisien Briefschaften auf-stetigen, die an den Pabst gerichtet, und worinn alle Umstände beschrieben waren.
Die Rathe des Kardinals suchten ihren Herrn zu einem andern Schritt an-zairischen, der jedoch nicht besser gelung. Weil sie wüsten, daß der Monarch in seinemRath einen Aufschub der gegeir die Kalvinisten verfertigten Edikte vortragen würde, soermähnten sie den jungen Prälaten, bey dieser Gelegenheit seinen Eifer an den Tag zulegen, und seinen Anhängern zu einer förmlichen Erklärung Anlaß zu geben. Mit die-sen Gesinnungen begiebt er sich in den Rath; der König thut seinen Vortrag; der Kar-dinal steht auf, stammlet einige Worte, die eine Protestation vorstellen sollten, undwill gehen: weil aber Heinrich sieht, daß die andern gegenwärtigen Prälaten keineBewegung machen, ihm zu folgen, so wirft er einen unwilligen Blick auf ihn, und be-fiehlt ihm, zu bleiben. Darüber wird der Kardinal verwirrt, seht sich wieder an seinenOrt, und erndtet von diesen unüberlegten Schritt Spott und Schande. Dennoch wa-ren die königlichen Minister, besonders Gülli, der Meinung, diesen jungen Unbeson-nenen nicht aufzubringen. Man suchte ihn daher zu begütigen, indem man ihm vor-stellte, daß er durch solche Handlungen den Feinden seines Hauses Waffen in die Händegebe. Man bediente sich sogar des noch sicherern Kunstgriffes, daß man nemlich seineRathgeber mit Würden, Aemtern, und Gnadenbezeugungen zu gewinnen suchte. Da-durch erkaltete der grosse Eifer dieser hitzigen Katholiken, und die Ansprüche der drittenPartey verloren sich auf einige Zeit h).
pabsr Gre- Dennoch blieb Heinrich in der grösten Verlegenheit; die beiden Hauptpar-
qsr 14 schickt teyen fuhren fort, ihm zu drohen; die liguistische mit der Wahl eines neuen Königs, imNuntius nach er nicht katholisch würde, und die reformirte mit der Annahme eines netten Anfüh-ffranku, der rers, wenn er ihre Religion verlassen wollte. Und nun schickte auch der neue Pabstdurch se i II e (Gregor der Vierzehnte, den die jiguisten und Spanier zu ihrem Vortheil eittgeNom-Hitze der Li>- men hatten, einen neuen Nuntius, Marsiglio Landriano, nach Frankreich, der mitgne schadet, allen Blihen des Vatikans bewaffnet war, um alle widerspenstige Franzosen mit Gewaltzur Ergreifung der ügue zu zwingen. Er begab sich nach Reims, wo die Herzoge vonMayenne, Lothringen, und die übrigen Prinzen ihres Hauses, wie auch die savoyi-schen und spanischen Gesandten, und der vor kurzem zum Erzbischof von Reims ernann-te Kardinal von pelleve, sich versammlet hatten, pelleve sagte, er sey blos machFrankreich gekommen, um den König, den die Reichsstände wählen würden, zu salbenund zu krönen. Diese Versammlung der Reichsstände machte viel Aufsetzn; die ügui-sten betrachteten sie als den tödtlichen Stoß für die bourbonische Partey: allein so weitwar man noch nicht. Es kam erst auf die Entscheidung der Frage an: ob es sich schicke,die Reichsstände zu versammlen? Bey Untersuchung der Gründe und Gegengründe
fanden
h) L 101. 0.;. 6. p.;i lgg. c.i;.
14. i;. P 64 sgc^. Oaiv'Lr'IV z. I.. 12.
lgg. 4S9 lgg. -te 1. r. y. 66-
87 - l-V sttH' 1*. l. y. 264 ig^ ss/e-
IV I. P. 2yl lgg.
IV 1. y. 54 tcsg. lUc-
«Mcs 1. c- IV l. P-4Z lgg. /«
sar. Me». 1°. 2. p- 126. 185 lgg.
//r/?. ^ cr»^ Y- 7^; lgg. r.
U. z. p. ZZ8 lgg- Vergl. Daniel TH.Il. S. 94U. ff. io<- u. f. Y-149 locz.