29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. E ^
königliche Flotte schwächen könnten. Es kam also b-n der 3 "s^ ^ ° Zuletzt ^
gen hartnäckigen Seetreffen, wobey die Rocheller endlich n^« ?
nahmen sie den Frieden auch an, und man versprach ltznen ,
erbauet hatte, um ihren Kanal zu bestreichen, zu schlesien.daß man nicht Willens war Wort zu halten a).
das Fort Louis, das manallein die Folge bewieß,
Von Montpellier begab sich der König nach Arkes um die Provence zu besieh. ^ ^ ^ sichklgen, und hierauf nach Lyon zu gehen, wo ihn seine Mutter und Gemahlen erwarteten. AviguonEr besähe Aix und Marseille, und kam bis nachAvignon. Herzog ^arl Lmanuei und umen-e-von Gavoyen kam auch dahin, um sich mit dem König über die Angelegenheiten we- det sich w'tgen des Thals Valtelm oder Veltlin zu besprechen. Dieser schmale Strich Landes, der dem^-r^mdas Mailändische mit Tyrol vereinigte, gehörte sonst zu Mayland: aber, Maximiuatt ^ ^Sforza hatte ihn im Jahr i z r 2 den Graubündnern wegen des ihm geleisteten Beystan- über dasdes überlasten. Diese (Schenkung hatte König Franz der Erste bey der Eroberung VeMn.von Mayland bestätiget; und von dieser Zeit an war ein besonderer Bund zwischen Am r6,Nvv,Frankreich und den Graubündnern, wodurch sich diese anheischig machten, allen fremdenTruppen, die Franzosen ausgenommen, den Durchzug durch das Valtelin zu versagen.
Heinrich der Vierte hatte den Bund auf sein ganzes Leben erneuret und zugleich ausrgemacht, daß er nicht allein, so lange sein Sohn Ludwig der Dreizehnte leben wär«de, sondern auch sogar zehen Jahre nach dessen Tode dauren sollte. Diese Vorsichtzer-nichtcte alle Maasregeln der Spanier, dieses Land wieder mit Mayland zu vereinigen.
Inzwischen hatten auch die Venetianer Erlaubniß erlangt, die Völker, die sie in ihreDienste nehmen würden, durch diese Gegend gehen zu lasten; und der König vonSpanien suchte eben dies Vorrecht, um dadurch die östreichischen Staaten und die spa-nischen Lander in Italien naher zu verbinden. Weil aber die Venetianer die Protestan-ten dieses Landes gewonnen hatten, so wendete er sich an die Katholiken, die ihm dieseErlaubniß bewilligten. So entstand durch spanische und venetianische Ränke eineTrennung unter den Graubündnern, die dem spanischen Statthalter in Mayland, Her-zog von Feria, bequem schien, sich des Landes zu bemächtigen. Er ließ sich deswegenmit einigen Misvergnügten ein, unter dem Schein, die Protestanten an der Ausrot-tung der Katholiken in Valrelin zu hindern. Er schickte einen gewissen Piatttq mirTruppen dahin, und besetzte alle Zugänge. Ja, er ließ Völker an die venetianischeGränze rücken, um den Graubündnern die daher zu hoffende Hülfe abzuschneiden.
Diese Unternehmungen konnte weder Frankreich noch Savoyen, noch denübrigen italienischen Staaten, noch den Schwerern gleichgültig seyn; daher eine Men-ge von Unterhandlungen, während welchen König Philipp der Dritte von Spanienstarb. Sem (wohn, Philipp her Vierte schloß im Jahr »621 den berühmten Ver-trag zu Madrid - ^erwöge dessen das Valrelin den Graubündnern wiedergegeben unddie Religion d-selbst auf den Fuß hergestellt werden sollte, wie sie im Jahr >6,7 war.
Mein, dieser Vertrag ward nicht allein nicht vollzogen, sondern man kränkte die Rech-te
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