rZ6 29. Buch. Ludwig dee Dreizehnte.
»626 unterstützen sollen. Ware dies, so hätte man ohnehin nicht nöthig gehabt, seinen
durch Gift zu beschleunigen 0 - ',
Am 17 Sept. Bald darauf kehrte der Hof nach Paris zurück. Noch vorher hatte man ^
MiMligkeit ^ren, daß der König von Großbritannien, oder vielmehr dessen Liebling lind Milchtnmig m i't Herzog von Bukingham, fast alle Franzosen, die in Diensten der Königin standc>bEngland. weggeschickt hatte. Daran war der heftige Haß des Herzogs von BukinghamRrchelieu Schuld; und der savoyische Gesandte am französischen Hof, Abbtglra, dem wegen seiner Ranke der französische Hof verboten war, und den hierauf ss"Herzog als Gesandten nach England geschickt hatte, hatte jenen noch mehr gegen dich"angefeuert. Die Königin von Großbritannien bat ihren Bruder, den König von Fr§" ireich, um Beistand gegen die ihr zugefügte Kränkung und um AufrechthaltungHeurathsvertrags. Richelieu schickte sogleich den Marschall von Bassömpierreausserordentlichen Gesandten nach London, der zwar Anfangs schlecht empfangen wu^aber doch durch seine Geschicklichkeit einen für die Königin von England vortheilhaft"Vergleich schloß, vermöge dessen man ihr wieder eine gewisse kleinere Zahl französischDiener bewilligte, und der Gesandte siebenzig katholische Priester, die in Englandfangen fassen, mit sich nach Frankreich nehmen durfte: aber an die Schiffe, die >»-s"einander genommen, und an die Vollziehung des letzten Friedens mit den Reformird'"in Frankreich, dessen Gewährleistet der König von England seyn wollte, wurde nichtZm Oktober, dacht. Der Vertrag kam deswegen so leicht zu Stande, und der beiden genannt"Punkte wurde nicht erwähnt, weil der Herzog von Lukmgham ein heftiges Vcrft^gen trug, als ausserordenrlicher Gesandter nach Frankreich zu gehen, um daselbst nEsowohl das gute Vernehmen zwischen beiden Kronen wieder herzustellen, als vielmck'um der jungen Königin, deren Schönheit ihn bezaubert hatte, seine Aufwartung zu ^chen. König Ludwig verbat sich aber diese Gesandschaft ausdrücklich, worüber s'",Bukingham sehr entrüstete und aus Rache die Protestanten in Frankreich zu ei»^Empörung verleitete »).
Bey den bisherigen Hofunruhen hatte Richelieu immer an den Zubereitungzur Ausführung seiner Absichten gegen die Reformirten fortgearbeitet, daher er vorMsich auf die Wiederherstellung der Seemacht und Verbesserung des Finanzwesens bed^war. Als grosse Hindernisse seines Vorhabens betrachtete er die Stellen des Admü"^ ""d Konnetabels, weil sie mit einer grossen Macht und Besoldung verknüpft wack'!
u"Konnett!b' ""d er bewegte den König zur Abschaffung derselben. Der Herzog von Momnisks^v. Frankreich ci hatte die Admiralswürde niederlegen müssen, und dafür eine Million Livres einpft'tzwerden aujM gen. Der Konnetabel von LesdrA«leres war am 2 7sten September gestorben/ Ä.hoben. beide Stellen wurden durch ein königliches Edikt im Februar des folgenden Jahrs-(Leediguie- aufgehoben.
Mb.)
t) //c Fe. p. 168 - 17z. u) p.
1. l. p. 27 jgg. lVIsmoires
6s RäLbelleu 1°. l- p- 28; - 28 z. 1 ?, 6 . /Imb^llsäenr extrLoräinnire en
p. i;ü sgg. 6>a»mro»^ b.. 16 . 702 fgg. rs äs ln Part äu trss Lkrefflssi
Verql. L 1°. 5. L. -8- P- 485 - 494- 1626. L O0I0MS i66z. zi6. ^Griffet Tl). ir. S. 401/4"» Schlegel Tl). aie K. p. 174 igg.
8. S. Z4Z «. ff»