Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
277
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r§. Buch. Ludwig der Dreizehnte. 277

^woh„er musten dem König huldigen. Zu gleicher Zeit rückte der König gegen lo- i6z z^ nger, Herzog Rarl schickte seinen Bruder, den Kardinal Franz von Lochern-^ ihn, der sich dann erbot, für das Herzogthum Bar im Namen seines Beu-gen ^ iehruzpflicht zu leisten, in die Ehescheidung des Herzogs von Grleans zu willi-^ und hem König die Stadt Zabern und einen andern Platz im Elsaß zum Unter-bro^ Trerie einzuräumen. Weil aber der Herzog seine Zusagen schon so oft ge-ben « ^tte, so verlangte Richelieu durchaus die Sadt Nanci; und der Rardinal^khrmgen muste unverrichttter Dinge abreisen,den ^ Inzwischen hatte der Marquis von Sarnre^ Lhaumsttt Befehl erhalten, ri-tz- >heil der jenseits des Rheins stehenden Truppen nach Lothringen zu führen. Derkam^ gleichfalls weiter, und besetzte Bar le Düc und Pont a Mousson. Hier^i k kardinal von Lothringen wieder, und that Vorschlage, die dem Kardinaltun sehr reihend scheinen musten. Herzog Rar! erbot sich nämlich, die Regie-derri Rardinal von Lothringen zu übergeben, der dann den Kardinalshut demZurückschicken, und die Marquise von Lombalet, Nichte des Kardinals, heu-Allein, Richelieu ließ sich durch das grosse seiner Muhme angebotenei>id E ^lcht blenden, und wollte sich den Ruhm einer grossen Uneigennützigkeit erwerben,er verlangte, daß vor allen Dingen der König befriedigt und ihm die Prinzessins/^Aarethe ausgeliefert werden mäste, damit man die Trennung dieser heimlichen!üp leichter erlangen könnte. Man fuhr also fort, lothringische Platze, besondersCedille, ^setzen. Herzog Rarl stand mit dem geringen Rest seiner Truppen beykn und hofte auf spanische Hülfsvölker, die aber nicht früh genug ankommen könn-bick, c uran eine Belagerung der Hauptstadt Nanci zu befürchten hatte, so fand mande^kür rachsam, die Prinzessin Margarethe länger daselbst zu lassen. Damit sie^Wachsamkeit des Marquis von Samt Lhaumonr entgehen möchte, dessen Ar-hr ^br d^ Stadtthoren stand, und der Befehl hatte, alle herauskommende Personenig zu untersuchen, so muste sie sich als Kavalier gekleidet zu dem Kardinal vontz. k)rrnHxn in den Wagen setzen, welcher Erlaubniß hatte, nach Belieben aus derZ» fahren, und wieder hineinzukommen. Nach einiger Entfernung von demvgh Äschen Lager fuhr der Wagen in ein Gehölz, wo die Prinzessin ein Pferd bestieg,ilückr" Begleitung eines Edelmanns und zweener in Bedienten verkleideter Soldatennach Thionville entkam, von da sie ihre Reise nach Brüssel fortsetzte.

Nach diesem Streich wollte der König von keinem Vergleich mehr hören. Erste die Belagerung der Stadt: weil es aber schon im Herbst war, und man wu-Platz wohl befestigt, mit allen Nothwendigkeiten und mit einer starken Be-tzey Ersehen war; so wurden die Unterhandlungen mit dem Kardinal von Lorhrin-key. ^der angefangen und ein Vergleich geschloffen, dessen Hauptartikel folgende wa- Am 6.fegtz *-)Der Herzog entsagt von neuem allen dem Interesse von Frankreich zuwider lau-glitig .Verbindungen; 2 ) er wird, solange der teutsche Krieg wahrt, ohne Einwilli-8 en^ ^ Königs keine Truppen werben; 3 ) das Herzogthum Bar wird so lang eingezo-ivirtz tz b", bis der Herzog die schuldige Lehnspflicht geleistet hat; 4 ) die Stadt Nancihält ^ König nach drey Tagen zur Verwahrung übergeben, der sie dann so lange be-^hret ^ der teutsche Krieg geendiget seyn wird, wenn er anders nicht über vier Jahrec, bis -je Prinzessin Margarethe in seine Hände geliefert und ihre Heurath für

Mm s nichtig

Sepr.