Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig Her Dreizehnte.

16zz Amadälls von Savo^en für Frankreich, versprach, 4020 Mann zu Fuß und 5 °.zu Pferd auf seine Kosten zu unterhalten , und wurde dafür zum Oberfeldherrn in Elien erklärt. «Der Marschall von Lrestur muste also unter ihm stehen, und warlig darüber. Eigentlich that der Herzog diesen Schritt, um etwas von den spanis"^Eroberungen und Schuh gegen seine mißvergnügten Brüder zu erlangen, von denen ^sonders Prinz Thomas in spanischen Diensten ihm den meisten Nachtheil bringen ksNle. Der Herzog Eduard von.Marina, ein junger kriegerischer Herr, ließ sich ^ ,noch weniger bitten. Denn die Spamcr hatten ihm gedroht, sie wollten ihn derrung des Landes entsehen, und sie seinem altern Bruder Alexander übergeben, den jst ^Vater selbst, weil er tarrb und stumm war, für unfähig erklärt hatte. Der päbsrE, ^Vorstellungen ohngeachter gieng Eduard nach Paris, um sich mit dem König desto mher zu verbinden. Diesen Beispielen folgte der Herzog von Manma, der jedoch ^Hosnung, einigen Beistand zu leisten, absagte , und sich vielmehr Hülfe von Franksausbat. Florenz und Modena hingegen blieben auf spanischer Seite. Bey derblik Venedig gab sich Sellrevre am meisten Mühe, um diesen mächtigen Staat in ^Krieg inlt Spanien zu verwickeln; der ordentliche französische Gesandte, Herr ^ThulUcries, unterstützte ihn nach Möglichkeit: allein, kaum hatten beide ihre VoE.langen vor dem Senat gethan, als der spanische Gesandte, Graf della Rocca, ^!eintrat, und nicht nur die Republik in ihren bisherigen Gesinnungen bestärkte, sollst!auch die Ungerechtigkeiten des französischen Hofs mit den lebhaftesten Farben schilp'Am l 5 A»ig» Nach diesen Vorbereitungen rückte der Marschall von Trequi ins Feld. ^

Herzog von Gavoyeu war damals schon mit sieben bis achttausend Mann zu ihm Estossen, und sie zogen gegen Mayland. - Ihre ersten Verrichtungen bestanden M"Eroberung einer kleinen Schanze und in dem Uebergang über den Po, den einige ^dert Spanier zu wehren suchten. Nach diesem Uebergang bey Breina erfuhren die ^bundenen , daß der Herzog von Parma mit feinen Truppen aufgebrochen sey, undmit ihnen vereinigen wolle. Dieser junge Fürst schlug einm Haufen Spanier, die^anfallen wollten, in die Flucht, rmd wurde dadurch sehr übermüthig, ob er gleich^sen Vortheil eigentlich einem alten erfahrnen Kapitän, Marne, zu danken hatte, l-stihm von Lrequi war zugeschickt worden. Nach seiner Vereinigung mit den ftani^schen und savoyischm Truppen beschloß Lrequi, die am Po liegende wichtige FejRjValenza zu belagern. Vergebens widerriethen viele Officier den Anschlag, weil sdie Armee zu schwach, theils die beste Jahrszeit verflossen jwar. Dem erstenHöfte der Marschall dadurch abzuhelfen, wenn er durch eine Belagerung dieses m ^!Platzes den Herzog von Savoyen nöthigen würde, mit seiner Hauptarmes zu ihmAnr 22 Scpt. stossen: aber der Herzog ließ ihn unter mancherley Ausflüchten hülflos. Lrecsiü

te die Stadt nicht ganz einschliessen, die mit allen Bedürfnissen und mit einer sim^Am i z Okt. Besatzung unter dem tapfern Francifto del Tardme, versorgt war. Die Belagshatte schon vier Wochen gedauret, als der Herzog von Savo^en auf die dring^^j,Ermahnungen des französischen Gesandten Emeri mit 802s Mann zu Fuß und ^gen Geschwadern Reuter im Lager vor Valenza ankam. Er war gleich Anfangs mu ^Wahl dieses Orts, ihn zu belagern, nicht zufrieden gewesen, und mißbilligte sie ^noch jetzt um so mehr, da er glaubte, daß er wider alle Regeln der Kriegskunst um §emer Seite angegriffen worden wäre: aber Lrcqm erwiederte, daß er eben desm^,