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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. ZZ7
kln^ möchte ih»n bey längerer Gegenwehr den freien Abzug nicht gestatten und folglich<nit aN'uögen verlohren gehn. Spanischer Seits konnte man ihm leicht die Eitelkeit,brö d/^Enden Fahnen, klingendem Spiel und mit andern dergleichen kriegerischen Gerdachen auszuziehen, erlauben, auch ihm sein Vermögen zugestehn; die Zeit, die mangewann, da er sich sonst um seiner Schatze willen bis auf den letzten Manndria ehalten haben, ersetzte alles wieder. LNonrgaillard, ein Gasconier von nie-^ ^ Geburt, der durch Lrequt gestiegen war, ward auf Befehl seines Königs zuki>sj festgesetzt und in Untersuchung gezogen. Die Vertheidigung der Festung in den^gen brachte ihm Ehre: aber die zu frühe Uebergabe derselben bewegte seine»Un ^ ihm den Kopf abzusprechen, den er am 22stm April zu Casale verlohr. Obdieses gerechte Urtheil und die zu Casale dem Andenken des Enthaupteten er-s Schandsaule andern Befehlshabern zu einem lehrreichen Beispiel dienen konnte;l>ers immer auch Richelieu in grosser Schuld, daß er diesen Platz nicht bessers^rgt hatte. Die Wichtigkeit des Orts konnte ihm nicht unbekannt seyn; man hattehz 0 rr Zcst, ya er in französischer Gewalt gewesen war, von da aus den Mayländernl>eiwund wichtigen Schaden zugefügt; und eben deswegen hatte Leganez gleichAnfang des Feldzugs Absichten darauf. Nun stand die ganze lombardey theils ge-^ theils in Furcht. Was zur spanischen Partey gehörte, war den ersten franzö-tejl ? Unfällen nicht mehr ausgesetzt. Die übrigen, sowohl französisch gesinnte als par-"vse Staaten, besonders Venedig, empfanden die Wichtigkeit der spanischen Erobe-Leganez ließ deswegen zu Mayland ein feierliches Dankfest halten, und ver-ghAte die Eroberung sorgfältigst. Doch ließ der spanische Hof auf eine nicht wohl be-^ Art die Festung, an die schon viel Geld war gewendet worden, im folgenden^ sprengen und zu einem offenen Ort machen,jüas. Die Herzogin Regentin von Savoyett gerieth durch diese Umstände in vor-
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grosse Verlegenheit; sie sah ihr land vor den Spaniern offen und »»beschützt,geilen ließ ihr deswegen einen Vergleich anbieten: aber Eurer? und die französischDiener der Herzogin hinderten denselben. Leganez rückte hierauf mit einerer ^ von i Zooo zu Fuß und 4 bis 5000 zu Pferd in Piemont ein. Vorher ließ Am Map.
gey anrit machen, Spanien sey keineswegs Willens, den damals noch lebenden jun-l>vy Serzog Franz Hyacinth seiner Lander zu berauben, sondern vielmehr den König^)en E'eich zur Rückgabe der unrechtmässig erworbenen Festung Pignerol an Sa-zu zwingen. Zugleich, fuhr er fort, wollte er Frankreich hindern, daß es sich»ij/ Mger Weise der Staaten eines unmündigen Prinzen bemächtigte, wie es jetztsetzte fingen durch Gewalt und durch treulose Vertrage geschehen wäre. Leganezde,h s^ch hinzu, sein König gebe seine redliche Absichten dadurch genug zn erkennen, in-durch ^ , Herzogin Regentin die Parteilosigkeit und in dem Fall, wenn Frankreich, da-
^llgebracht, sich mit Gewalt in Piemont behaupten wollte, Hülfe angeboten hat- Neues Bund.^Mntin habe aber nicht nur alles abgeschlagen, sondern noch überdies ein neues
Und Trutzbändniß auf zwey Jahre mit Frankreich errichtet (*).
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pcn mittrank-Nach reich.
Dieses Bündniß wurde am zten Znn. zu Turin unterzeichnet. S. D« Oorps Olxl.^ 6. k. I. x. lür sg.
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