Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte. Z Z9

kosten, was es immer wolle. Nach einem mißlungenen Versuch, die von den Sparüber die Sesia geschlagene Brücke anzuzünden, ließ la Valette des Nachts an^iedenen Orten des spanischen Lagers blinden Lärm machen, und dadurch glückte esh / öey dem Ort, der ohnehin der schwächste war, und den noch überdies Leganezvd . entblößte, durchzudringen und unter dem Maquis von Sr. Andre i voc»

andern 1602 Mann in die Stadt zu bringen. Noch ein anderer zu dieserrüb st ^stimmter Haufe ward von den Spaniern und Teutschen abgetrieben. Sodas e ^ ^ für den Marquis von St. Andre war, daß er mit seinem Haufen durchs spanische Lager in Vercelli gedrungen, so nachtheilig war es den Feldherren; dennn konnte nicht begreifen, warum sie nicht mit ganzer Macht in die spanischen Linientz Erringen waren und sich der darinn herrschenden Verwirrung zum völligen Entsatzs., ^tadt bedient hatten. Sie verbesserten auch ihren Fehler nicht, ob sie gleich der.Milche Feldherr, Marquis von la Ville und der Graf von pleßts - praslm dazutz Munterten. Unterdes ließ la Valette die Gegend des Lagers, wo St. Andre"^gebrochen war, mit solcher Heftigkeit beschießen, und den Belagerern die Lebens-^?l so häufig wegnehmen, daß selbst Lcganez besorgte, er werde die Belagerungepf Theben müssen. In Paris sahe man täglich dem Kourier mit dieser Nachrichth Mgen, ^ls auf einmal der Kardinal Trivulzio, der in Abwesenheit des MarquisL-eganez die Statthalterschaft von Mayland verwaltete, mit 8000 Mann frischer

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a Eer anrückte, und die Bundögenossen zwischen zwey Feuer setzte. La Valette mu-zurückziehn, suchte aber durch Verlegung seiner Reuterey in die nächsten Gegen-Unk Zufuhr abzuschneiden: allein, der Weg in das Maylandische blieb doch offen,lick ^8anez setzte die Belagerung eifrigst fort, zumal da er hörte, daß eine ansehn-st// Verstärkung aus Frankreich unter Wegs wäre. Dogliano und St. Andre^g^ten alle Kräfte zur längern Vertheidigung an. Sie unternahmen verschiedeneb^che Ausfalle, Legattez hingegen suchte sich unter die Mauer einzugraben. Einerlick Anfällen der Belagerer geschah mit solcher Hitze, daß die bey der Armee befind-sh verschiedene Nationen gleichsam um die Wette fochten, welche zuerst die Stadt er-schien würde. Indem nun die Teutschen auf einer von ihnen gemachten Sturmlücke^"ziemlich nahe angerückt waren, so verbreitete sich ein falsches Gerücht, als wennch, Manier bereits auf ihrer Seite in die Stadt gedrungen waren. Dies erregte dieteq ^egerische Eifersucht der Teutschen; sie verdoppelten ihren Angrif und die Belager-ter ^'sten alle ihre Kräfte anstrengen, sie zurückzutreiben. Dies konnte um so viel leich-ser i^chn, da die Regimenter von den andern Nationen bereits gewichen waren. Die-A^stündige Anfall kostete beiden Theilen sehr viel Volk, und der Marquis von St.

büßte dabey das Leben ein. Lcganez ließ sich durch diesen unglücklichen Aus-dep ^cht abschrecken, sondern mit gleichem Eifer die Arbeit fortführen. Endlich wur-sqße^? Minen bis unter die Mauern getrieben. Zugleich war die Hofnung eines Ent-Än».?^fchwunden; die Besatzung litt an allem Mangel, und Leyanez machte alle Vercelli gehtbergab ä" emem allgemeinen Sturm. Dies bewegte den tapfern Ddgliano zur Ue- an die Sp«-Vpz b' Seine und der Besatzung außerordentliche Tapferkeit verschaffe ihm den freien "'""ber.kliqg ^nvollen Abzug mit drey Stücken groben Geschützes, fliegenden Fahnen und 4 AM."veni Spiel. Bey ihrem Ausmarsch lief die ganze spanische Armee herbey; jeder,

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