Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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Z 40 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.

r6z8 mann wollte die übrigen Männer von einer Besatzung sehn und bewundern, die sich ^lange und so brav gewehrt hatte.

Durch diese Belagerung und durch die starken Krankheiten, die von dendünstungen der Erde um Vercelli häufig zu entsteh« pflegen, und besonders für Ausls^der tödlich sind, war die spanische Armee so zusammengeschmolzen, daß sie in dEJahr weiter nichts beträchtliches unternehmen konnte. Doch erobert Donde Mello, der während der damaligen Krankheit des Marquis von Leganez dienischen Truppen anführte, Pomaro nach geringer Gegenwehr, verwüstete das dasvSchloß, und zog hierauf wieder zurück. Die Franzosen hingegen besetzten vonaus Montemagno und einige andere geringe Oerter. Es kam auch zu einigen kleffGefechten: allein bey beiden Armeen nahm der Mangel an Lebensrnitteln überhand; lwdies, nebst den andern angeführten Ursachen, bewegte die Feldherren, ihre Völkerdie Winterquartiere zu bringen. Dieser für Frankreich unglückliche Feldzug schrireridie Kardinäle Richelieu und la Valeree gar sehr, am meisten aber beunruhigte sie ^favoyische Hof. Die Herzogin Regcntin und ihre treue Räthe gaben ^offenbahr derentschlossenheit des letzten den Verlust der Vormauer ihrer Länder Schuld, und mante alle Mühe anzuwenden, diesen Hof bey der französischen Verbindung zu erhalsi^Die verwittwete Herzogin von tNanrua hingegen, die im Namen ihres jungen .zen regierte, erklärte sich unter der Hand für den spanischen Hof, und würde dies' vffenbahr gethan haben, wenn der Entwurf, den Franzosen Casale hinterlistig zu ^

reisten, nicht verunglückt wäre 1).

Seegefecht Weil die französischen Waffen in Italien zu Lande keinen glücklichen FortH^

zwischen den hatten , so sollte die französische Flotte in den italienischen Gewässern ihr Heil versiE,Franzosen. Der Marquis von ponkcsurlai oder Pont de Louriül war General der Galeec^^ ' die damals in dem Hafen von Marseille lagen: sein einziges Verdienst aber bestand ?rinn, daß er ein Verwandter von Rrchelreu war. Don Roderich von Velai^,ein tapferer Seekapicän, befand sich mit fünfzehn spanischen Galeeren in dem geifi^, schen Hafen Vado. Er war aus Spanien gekommen, um 18 oo Soldaten zum

des Herzogthums Mayland auszuschiffen, ponrcouclai gieng mit einer gleichen ^Am ; Sept. zahl Galeeren unter Seegel, um das spanische Geschwader aufzusuchen. ^Er traf ,ohngefähr drey Meilen von Genua an, und zwar in eben den Gesinnungen, diezosen anzugreifen, pontcouriai ward bey der ersten Kanonade vor Furcht ganz

fer sich gesetzt; ein alter französischer Officier sagte ihm gerade heraus, wenn er "Muth fasten wollte, so müste man ihn einsperren; denn sonst würden Soldaten ^Matrosen seinem Beispiel folgen. Anfangs schien der Vortheil auf Seiten derju seyn, weil sie mehr Mannschaft aufhatten: allein, vier von ihren Galeeren nE§die Flucht, und die Franzosen konnten also einige der spanischen Galeeren mit

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conäe eillticm (ä ^msterä. 1717- r ^ir.) 'l". 1. p. 76 sqg. ^ ^

p. 7Z8 chg ll. z. ^

1 '. z. p, ^ 90 lqg. Vergl. ^ ^

p. i. ll,. 4;. p. 529-559. Griffet Th-

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