Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
364
JPEG-Download
 

«6Z9

Z 64 29 . Buch« Ludwig der Dreizehnte,

ree den Kanonen eines Forts und anderer Verschanzungen am Ufer, lagen. Er

ach

deswegen einen Theil seiner Truppen landen; die Spanier flohen bey diesem Anblick »ajaredo; die Franzosen folgten ihnen dahin, und plünderten den Ort; das Fortauch eingenommen und die eine Gallion erhelltet : die andere hatten die Spanier stwpBrand gesteckt. Auch wollen die Franzosen bey dieser Gelegenheit fünfzig Kanonen

kommen haben d). ... ^

Zwist mir Gegen das Ende dieses Jahrs fand der Kardinal neue Gelegenheit, p'§

den, Pabst. Standhaftigkeit an den Tag zu legen. Pabst Urban der Achte und der KardlN 1Franz Barberin», sein Neffe, der am meisten in Rom galt, waren dem Kack".,,Richelieu schon lange zuwider. Um ihn zu kranken, hatte Urban den Herrngnetti, seinen bisherigen Bothschafter in Frankreich , zurückberufen, und denScott» einen sehr lebhaften und kühnen Mann, an dessen Stelle gesendet, ohne"Marschall von Ette es, den königlichen Gesandten in Rom, davon zu benachrichNdEben derselbe weigerte sich, die Ernennung, die der König dem Herrn NllazariN» ,Kardinalshut ertheilt hatte, zu genehmigen, und für den Kardinal la Valette ^lenmesse zu halten. Der Kardinal Franz Barberini ließ fünf türkische Sklaven ^spanischen Gesandten, die sich in das Kloster der französischen Minimer geflüchtetten, mit Soldaten aus diesem unter französischen Schlitze stehenden Ordenshause ^len und aus dem Kirchenstaat führen. Der Herr von Rouvrai, StallmeisterMarschalls von Etrees, rettete seinen italienischen Diener, der wider das pabst"^Verbot Spielgesellschaft hielt, und auf die Galeeren verurtheilt war, mit gewaffn^Hand aus den Handen der Hascher, und ward auf öffentlicher Strasse durch ^Büchsenschuß getödtet; und es gieng die Rede, der Kardinal Franz BütberlN» ^seinen Mördern 6oo Thaler auszahlen lassen. Der französische Gesandte berichtet^Sache dem König, und erhielt Befehl, weder beym Pabst noch beym Kardinalspoten mehr zur Audienz zu gehen; so wie auch dem Nuncius Scott» verbotenzur königlichen Audienz zu kommen. Der Herr von Lhavign» stellte diesem in e>besondern Unterredung alle Beschwerden des Königs gegen den pabstlichen Hos. . Scott» suchte sie bestens zu entschuldigen, doch ließ er sich nicht undeutlich merken, ^

sey zu hoffen, daß der größte Theil der französischen Klerisey, bey einem Bruch !schen dem König und dem Pabst, die Partey des Pabsts ergreifen werde.wollte ihm im Namen des Königs eine Schrift einhändigen; und da er sie nichtmen wollte, so sagte er sie ihm voi» Wort zu Wort vor. Scott», der darausbaß man ihm aufs neue die königliche Audienz verbot, sagte, es erhelle aus diesen^ ^bot augenscheinlich, wie wenig Neigung der König zum Frieden habe, und daß dockbie persönlichen Angelegenheiten des Kardinals Richelieu. die wahre Ursache aller Arungen seyen, und wenn der Pabst ihm die Bullen zum Generalat des Cistercienserck ^bewilliget hatte, so würde man aus der gerechten Bestrafung des Rouvrst !Staatösache gemacht haben; und er würde schon Wege finden, den König davbenachrichtigen.

Der Herr von Berlrze, Einführet der Gesandten, mußte sich hieraus ^einen Gerichtsboten deö Staatöraths zu dem pabstlichen Bothschafter begeben und ^jfi

b) conUn. D z- p- 891 Ist. Vergl. L P 9. k. r. x. -59 lg Grillet

,L. 174.

Tl)>

rk