Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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Z78 29 . Buch. Ludwig der Dreizehnte.

1642 neu, wofern sie seine Gemahlin und Kinder nebst den eroberten Platzen zurückbeb/^würden. Allein, der Prinz hielt nicht Wort, unter dem Vorwand, die Franssrhatten den Vergleich vor der Zeit bekannt gemacht, und dadurch die loslassung sss^Gemahlin und Kinder gehindert; und er ergriff die Waffen von neuem gegen Frankst^an eben dem Tage, an dem er sie zu dessen Dienst hatte führen sollen. Eben dadurchwurde auch der Vergleich mit dem Kardinal Moritz vernichtet, der doch schon stals geschlossen war. Die Herzogin von Gewoben war inzwischen wieder nachzurückgekehrt, und hatte den Verdruß, daß ihr vertrautester Minister, Grafvon Aglia,, den Richelieu äusserst haßte, auf Veranstaltung dieses Kardinals gest'gen genommen und nach Frankreich gebracht wurde»).

KlaudinS von Frankreich verlohr gegen das Ende dieses Jahrs einen Minister, dessen ^.

s nrühungen Z" dem Glück mancher zeitherigen Unternehmungen nicht wenig beygetst§.

ernune)er riQrt rn ^nris is ..

der Finanzen,stirbt.

hatten. Rlaudius von Büllion ,'Oberaufseher der Finanzen, 'starb zu ParisNacht vom 22sten zum 2zstenDecember. Er war gegen das Ende der Regierung ^richs des Vierten und wahrend der Regentschaft der Königin Marie von lE §in verschiedenen Umerhandlungen gebraucht worden. Nachher hielt er sich zu dem ^dinal Richelieu, dessen vorzügliches Vertrauen er lange besaß. Ob er gleich die b,

er

!e eines Finanzministers mitBomhillier gemeinschaftlich bekleidete, so entschiede ^das Meiste in Verwaltung der dazu gehörigen Geschäfte. Er that dies nicht allein .Einsicht, sondern auch mit Uneigennützigkeit; daher ihm Richelieu ausser stm^swöhnlichen Gehalt alle Neusahrstage hunderttausend Franken als ein Geschenk übeslst^te. Zuletzt ward Richelieu doch kalcsmnig gegen Büllion, weil ihn der König ^mahl als denjenigen genennt hatte, der den Verlust des Kardinals am besten ech-Akönnte. Er hatte das Herz, dem König zu sagen, es waren drey Schlünde, diealle Staatseinkünfte verschlängen, das Secldesen, die Artillerie, und das Ha"^Kardinals. Dies hieß im Grunde so viel: Richelieu und stine Verwandte bck ^men alles; denn er selbst war Admiral und sein Vetter la Meilleraye Generalzeugmeister. Montglat, dem wir dies nacherzählen, versichert sogar, daß ihm ^Freymüthigkeitdas leben geraubt habe- -- -— n .

verschweigen konnte, ihm auch dies

so bittere Vorwürfe machte, daß dieser bald hernach vor Kummer starb p).

Streitigkeit Der König hatte schon im Januar > 640 sechzehn neue Stellen für §1

des Host mit Meister errichtet, das Parlament aber hatte die Einregistrirung des dahin ..§!>

lamen /t u Edikts verweigert. Die Rathe Lame und Scarron, die lebhafter als dieParts. ° gegen diese Neuerung geredet hatten, wurden verwiesen lind GaultNM gar in <stille gesetzt. Endlich ward die Sache verglichen und die Zahl der neuen ReqM^.hc>'ster auf zwölf herab gesetzt. Die dritte Kammer der Enqueten, die bisher anfS^ ^

be; indem der König, der seinem Münstererzählte, worüber er dann dem Herrn von

war, durfte ihre Geschäfte wiedek abtreten, und das Edikt ward registrirt:

0) klernoirtzg st. 2. p.

Hilk. st- 6. P. 4yz -200. Mo»rst.6. ?. 1. y. 195 lq. dH/Nemorls reconclitsst.8- st- 874 chq. Nercurio overo kjiüoririÜe oorrsntr tempi st. 1. (kn Lr-stle 1647. 4 )st. r. g. 2za- 247. lstüolrs äu Laräilial Na.Lärm yor K1. ( a Rotterciam 1695. 2

Voll. in 11.) 'st. i. st. 1. y. L4 lh

st. 10.?. 1.st.46.P. 174 - l8

Th. 14. S. HO u. ss. Schlegel Th. 8

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Pcrgl. Griffet Th. 14, S. 224 u. f.

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