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z86 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
sich wegzubegebm, zumahl da der Graf noch immer die schuldige Ehrfurcht und ^aeaen den Könia beybehalte und sich mit dem Hof zu versöhnen suche. Diese Anss, i
und die Nachrichten, die der Kardinal überall her bekam, bestärkten ihn in dem ^ zben, daß der Graf von Sorsjons sich zu einem förmlichen Krieg bereite und daß iHerzog von Bouillon ihn zu unterstützen gedenke. Daher nahm man ihm stv^Würde eines königlichen Oberhofmeisters, ließ ihm seinen Gehalt und seine JahrS^nicht mehr auszahlen, und belegte seine Einkünfte mit Arrest. Die Gräfin von Efims begab sich nebst dem Herzog von Longueville zum Kardinal, um ihrenzu entschuldigen und einen langer« Aufenthalt zu Sedan für denselben zu verlaERichelieu antwortete: wäre der Graf unschuldig, so dürfe er nur wieder insreich kommen, wie er sich durch den Vertrag vom Jahr i6z 7 verbindlich gemacht;wäre er nebst dem Herzog von Bouillon schuldig, so dürften sie nur dem König ^Vergehen bekennen und um deren Vergebung bitten: dies müßten sie aber je eher stlder thun, weil der König nicht länger in Ungewißheit wegen ihrer Treue bleiben rEDer Graf von Ssisions, der einen sehr mittelmässigen Verstand und dost* viel Unbeständigkeit und Unentschlossenheit besaß, ward durch das Betragen des Esehr aufgebracht, und sprach in gewissen Augenblicken von nichts , als von - kricgerEUnternehmungen gegen Frankreich, und in andern schien er zu einem Vergleich geriEje nachdem er auf die verschiedenen Rathschläge seiner Vertrauten achtete, von denck stuer im Stande war, eine so wichtige Sache durchzusetzen. Endlich brachte ihn ^Herzog von Bouillon zu einem bestimmten Entschluß. Sie unterzeichneten eine dstpeltt Schrift, die eine wechselseitige Verbindlichkeit enthielt, nie einen besondern ^gleich mit dem Hofe einzugehen, und schickten alsdann an den Hof zu Brüssel,dem Kaisermnd dem Kardinal-Infamen Unterhandlungen anzufangen. DerHeÄvon Guise wollte auch mit in dem Vertrag eingeschlossen seyn und begab sich e>Eselbst nach Brüssel (*). In Erwartung des Fortgangs dieser Unterhandlungender Graf heimlich nach Frankreich, um Geld aufzutreiben und mit den Feindes IKardinals Verständnisse zu errichten. Diese waren mächtig und zahlreich, aber sstAlos, nicht nur wegen seiner Gewalt und wegen der häufigen Beyspiele der unversöhnt-sten und tödlichen Rache an seinen Feinden, sondern auch weil die Vcrräther eins ^wisse Belohnung zu gewarten. hatten, folglich die Vertraulichkeit aus der menscht.Gesellschaft verbannt zu seyn schien. Und das Volck murrte.und seufzte zwar stets Ndem Elend: aber es war doch sehr weit von der Empörung entfernt. ^
(Z.F.P. Johann Franz Paul von Gondi, der nachher unter dem NaMsN ä
von G ondi, Kardinals von Retz bekannt wurde, sollte in Paris eine Partey stiften, woselbstKaäwal vvn^"b eben so sehr geliebt, als Richelieu von jedermann verabscheut wurde,
Retz, tritt den Freunden, die er dort hatte, waren der Marschall von Vitri und der Gr§nHuf)' Lramail, die in der Bastille sqssen und der Partey beytraten ; sie wollten nur
bis die Misvergnügten eine Schlacht gewonnen hatten; alsdann wollten sie dieses F
(*) Er war Erhbifchoss zu Reims gewesen Undbesaß fast 200,000 Livres jährlicher Einkünftevon Pfründen. Um die Zeit, von der wit hierreden, verliebte er sich in die Prinzessin Marievon Gsnzaga, und wollte seine Pfründen ausi
geben , Um sie zu hcnrathen: «»terde§ al'E kße,fein Vater Aarl und der Prinz von I.sein ältester Bruder, worauf er sich P"-'sinnig zur Partey des Grafen von Soistön*man weiß nicht genau warum?