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29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
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r 64 l aufzubringen; wenn man sich jeht vergliche, so würde Lamboy nimmermehr iv ^
kourmen^ und man würde die Unterstützung des Hauses Oestreich unwiederbringlichliehren; da man einmahl so weit gegangen wäre, so sey das beste, dem MarschallCharillon ein Treffen zu liefern rc. §
Der König hatte dem Marschall von Lhatillotl befohlen, sich an der U ^bey Sedan zu verschanzen, um dem General Lamboy den Uebergang über diesen Ü.,zu wehren: aber der Marschall, der immer mit übertriebener Fürsichtigkeit zu ^gieng, zauderte so lange, daß er die Kaiserlichen schon diesseits des Flusses antraf/ ..er hinzog, um sie aufzuhalten. Als Bouillon sich mit den Kaiserlichen vereinigt -re, so bat er den Grafen von Soissons, einen festen Entschluß zu fassen. Di^schah auch, aber so, daß er bey der Armee gegenwärtig zu seyn verlangte. Der ^zog that sein Möglichstes, ihn zu überreden, daß er in Sedan bleiben möchte/^er mit unumschränkter Gewalt befehlen könnte, und stellte ihm vor, daß er in der vge noch Gelegenheiten genug, seinen Muth zu zeigen, finden würde: aber seht v"Anfang sey sehr viel daran gelegen, seine Person keiner Gefahr auszusehen; denn ^er auch umkäme, so sollte es doch ein grosser Trost für ihn seyn, wenn er den Otülin Sicherheit und in dem Stande sähe, seine Gemahlin und seine Kinder zu schürdie sonst der Rache ihrer Feinde ausgesetzt seyn würden. ,
Chnlllon Der Graf von Sorssons ließ sich durch diese Gründe nicht zurückhalten i ^
verliehet ein de giengen daher zur Armee, und es kam bald darauf auf einer Ebene unweitTreffen gegen hey dem Dorfe Chaumant und dem Walde la Marfee zum Treffen. Ein pa>E.Soissons und Schrecken ergriff plötzlich die Armee des Marschalls von Lhatlllon; die ganzeden Herz. v. rey floh, und das Fußvolk ward zersteuet oder niedergehauen. Die Unordnung^Bouillon, auf dem rechten Flügel an , dessen Reuterey das Feuer einiger feindlichen hinter e>"^Am 6 Iul. Gebüsch gestellter Truppen nicht aushalten konnte, oder nicht wollte, weil man iht ^Soli) schuldig war. Auf dem linken blieb der Marquis von praslin, Genera' ^Reuterey. Lhatillon, der sich zuletzt noch mit drey seiner Edelleute und vier ^fünf Trabanten auf dem Schlachtfelds befand, floh eilends nach Rethel, wo er die ^berbleibsel seiner Armee sammlete. Die Feinde nahmen ohngefähr 2000 Soldaten ^20Q Officiere gefangen, bemächtigten sich der ganzen Artillerie, aller Wagen ^Der Graf v. Kriegskasse, worinn sich 400,OOO Livres fanden. Aber durch den Tod des
büßt hon Soissons verlohren sie mehr, als sie durch den Sieg gewonnen hatten. Ka e en em. Geheimniß bleiben, von wem und wie dieser Prinz ist getödtet worden- !
blieb nicht in der Schlacht, sondern er sahe die Flucht der Franzosen mitten unter st'^l >Begleitern nur von weitem an, und wurde, da er unter ihnen langsam fortritt/^einer Pistvlenkugel erschossen. Wann man alles zusammennimmt, was von 'Vorfalbaufgezeichnet worden, so muß man daraus schliessen, daß ihn entweder!^eigene Unvorsichtigkeit oder die Hand eines Meuchelmörders umgebracht habe. ^ so«k hob eklichemahl mit dem Vordertheil seiner Pistole das Visi'r seines Helms a"^.daß ihn sein Stallmeister vor dem Unglück warnte, daß er sich dadurch zuziehnDer Schuß war mitten auf der Stirne, und mußte sehr nahe geschehen seyn/ ssPapier davon im Kopf stecken blieb. Weil aber niemand den Schuß bemerkt ha^ ^argwohnten viele, Richelieu habe ihn durch einen Verräther umbringen lasst"/ !sich mitten unter seine Leibtrabanten geschlichen. At
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