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4io 29. Buch. Ludwig der Dreizehnte.
Freundschaftsdienste zum Grunde gehabt; er wäre zwar ein Freund von Litiq"^und er kenne Fonrrailles seit 12 bis 14 Jahren: allein, sie hatten ihm nie etwaseiner dem Dienst des Königs widrigen Verschwörung oder Verbindung gesagt.^fragte ihn, ob er nicht wisse, daß alle diejenigen, die von Verträgen, VerschwörlEoder Unternehmungen wider die Sicherheit und Ruhe des Staats Wissenschaft ha^,als Beleidiger der Majestät angesehen werden und eben so strafbar seyen, als die §stifter selbst, wenn sie solches nicht anzeigten? und warum er keine Anzeige davon dthan? Er antwortete, es wäre'ihm keine Verordnung hierüber bekannt; inzwN^zweifle er nicht an einer Verbindlichkeit zur Anzeige: allein, er habe nichts von einer uternehmung wider den Staat gewust, habe sie folglich auch nicht offenbaren können- .
Als der König zu Lyon angekommen war, so empfieng er zwo Erklärungen,.,Herzogs von Orleans, die ihm der Abb/ la Riviere überreichte. Der schwache ^.sic>, der schon so oft seine Partey verlassen und der Rache des Kardinals aufgeopi ^hatte, erstaunte, als er vernahm, daß der Vertrag mit Spanien kein Geheimniß ^sey, und erschrack über die Drohungen, ihn nach Venedig zu verweisen oder ihmden Proceß 'zu machen, so sehr, daß er alles, was er wüste, gestand. Er vergaß,er Prinz vom Geblüt und eine Zeitlang der vermuthliche Kronerbe gewesen war, s^die niederträchtigsten Briefe an Richelieu, und erbettelte sklavisch den Schuh undGnade des ehemahligen Haußbedienten seiner Mutter; und dieser, stolh auf diese ^müthigung, schrieb ihm hernach die Bedingungen vor, unter denen er Gnade erh^,sollte. In der ersten Erklärung erzählte er alles, was zwischen dem Herzog vonlon, Linqmars, Fonrrailles und ihm, in Absicht des Vertrags mit Spanien?,gegangen war, und beschuldigte den Herrn von Lhou, daß er von seiner Verbind,mit Linqmars gewust und sich bemüht habe, den Herzog von Beaufort mit hi^'zuziehen. In der zwoten sprach er bloß von dem Vorhaben, den Kardinal zu errnoAund versicherte, daß er nie einige Wissenschaft, sondern nur eine geringe Vermuth,,
davon gehabt habe. Diese beyden Schriften wurden dem Kardinal nach Tarascott
bracht, der hierauf noch verlangte, daß sich der Prinz den Beklagten unter diestellen, daß er nach der Herablassung zu dieser schimpflichen Handlung sich seines ^vernements von Auvecgne und feiner Gens d'Armes und leichten Reuter begeben,als seine ordentliche Leibwache, behalten, und erklären sollte, daß er keine Aufsicht/^macht oder Verwaltung im Königreich mehr verlange, zu welcher Zeit und bey n^?Gelegenheit es auch seyn möchte. Der Herzog machte noch einige Schwierigkeit^^gen diese Bedingungen; daher muste er sich gefallen lassen, bis man einen festengefaßt hatte, aus dem Reich zu gehen, und sich nach Annecy in Savoyen zu begebt/ne vorher mit dem König oder dem Kardinal zu sprechen. Doch brachte es la-er an dessen Versöhnung arbeitete, dahin, daß er nicht weiter gehn durfte, ^aber ohnehin den Absichten des Hofs zuwider gewesen wäre. ,
Linqmars , der am aosten Julius zu Montpellier verhört wurde, lä^,^alles , sowohl seinen Anschlag, den Kardinal zu ermorden, als auch seine beftnVertraulichkeit mit den Herzogen von Orleans und Bouillon, und den mit ^men geschlossenen Vertrag. Der Herzog von Bouillon hingegen entdeckte alles, ^er wüste, nur behauptete er stets, er hätte dem Herrn von Fonrrailles verboten,panischen Hof in seinem Namen Vorschläge zu thun, und er hätte den Herzog von §