zo. Buch. ^ Ludwig der Vierzehnte. 47 r
^ lauste der Königin der Aufenthalt zu Paris sehr verdrießlich fallen. Sie konnte 1649Na. gütlich erscheinen, ohne beleidigt zu werden. Man nennte sie nur Donna An-Vvl'e """" man noch einen Titel hinzusetzte, fo war es ein Schimpfwort. Das
fiel/ ^ vor, daß sie den Staat ihrer Freundschaft für den Kardinal aufopfere; sa
za^^"^kall Lieder, die ihre Tugend angriffen und ihren vertrauten Umgang mitkNa-"M zweydeutig genug schilderten.
». Das Parlament äusserte über die Entweichung deö Hofs ziemlich starke Um^he, weil es die Folgen davon besser einsähe, als das Volk. Es schickte daher den Ge, Am.^"aladvokaten und Generalprokuraror nach St. Gerinain, um sich vor der Komgm,
^ das Parlament nach Montargis verlegt wijsi.
^cheilhafte Erbietungen zu thun. Allein, st
-Zan.
wissen wollte, zu demüthigen, und ihr sehr- ^rvierungen zu lizu». -uuein, sie wurden nicht angehört, weil sich der
einbildete, die'Parisir würden sich bey dem ersten Gerücht von einer bevorjtthemBelagerung freywillig unterwerfen; aber diese Hoffnung war »«gegründet. Denn ^am folgenden Tage erklärte das Parlament den Kardinal für einen Stohrer der Am r -aamf"^stichen Ruhe, für einen Feind des Königs und des Staats, und befahl ihm, sich^gleich von, und in acht Tagen aus dem Reich zu entfernen. Zugleich ward ver»
^"Net, daß die Pariser zur Sicherheit der Stadt das Gewehr ergreifen, und daß die m0 t Nachbarschaft liegenden Truppen sich auf zwanzig Meilen von Paris zurucrziehnMten. Dies war aber leichter befohlen als vollzogen; denn es waren die königlichenpuppen, die man entfernen wollte. Alle Kollegien und Zünfte legten sich selbst eineauf, um das zur Vertheidigung benöthigte Geld aufzubringen. Das Parlamentund die übrigen Gerichtshöfe, die gegen eine kleine und nothwendige Auflage, die sich'Mt auf 100,000 Thaler belief, so sihr geschrien hatten, schössen nun eine Summev" beynahe zehen Millionen nach dem jetzigen Werth zusammen, um gegen ihren Ko,
1 zu fechten. Die zwanzig neuen Räthe, deren Aemter im Jahr 1641 unter dems ^'dinal Richelieu errichtet worden, waren bisher im Parlament so schlecht ange-liu? ^ daß die Präsidenten ihnen keine Akten zuschickten, und in den Gerichtsverfamm,
. "gen sie kaum um ihr Gutachten befragten. Nunmehr wurden sie in bessere Umsian-».^setzt; jeder müsse ausser dem, was die übrigen Parlamentsglieder zu zahlen hatten,v» für seine Person i z,c>OO livres zu Bestreitung der gemeinen Kosten zahlen, dage«
N versprach man ihnen, daß künftig zwischen einem alten und neuen Parlamentsrath
2 j Unterschied mehr sollte gemacht werden. Doch nennte man sie nachher noch eine
Mng weil ihrer zwanzig waren, deren jeder 15,000 LivreS her,
dx "er, harre, und machte dadurch eine höhnische Anspielung auf die dreyhundert Bim-gep die zu Paris in einem gewissen Hospital erhalten und gleichfalls ^ r>»rF,h, bnnt werden. Vermöge einer Parlamentsverordnung warb man 12,000 Solda«dqs y,Der Kdab/utor hatte auf seine Kosten ein Regiment Reuter geworben, das rmmHytt üimem der Korinther nennte, weil dieser Prälat Titular »Erzbischof von Ko>
Als hernach bey einem Ausfall das Regiment mit Verlust zurückgeschlagenlest ^ ^ hieß man diese Niederlage /s <7o^r'irt/!rs»r/. Die ganze Reu terey
größtentheils aus Kutschern und Reitknechten: daher ward ihr Anführer, elikd^^is vau lg ete/ von den Hoste» e e»