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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 529
gegen die königlichen Truppen vor der Vorstadt richten. Unterdes war der Mar,
I lall von la Ferre' mit seinen Völkern angekommen, wodurch Türerme ansehnlich ver,
Uarkt wurde. Er theilte nunmehr die Armee in drey Haufen, wovon der eine wiederTheil besetzten Barrikaden und die Strassen angreifen, die beyden andern aber''ch Zwischen dem Stadtgraben und der Vorstadt hinschleichen und zur Rechten und !in«
"r dem Feind in die Seiten fallen sollten. Ware dies vor der Eröffnung des Antons,tzors geschehen, so wäre der Prinz bey aller seiner Tapferkeit unwiederbringlich verloh,
^"gewesen. Allein, damals hatte Türenne nicht Truppen genug hierzu. SobaldPrinzessin von Mompen sier von den Thürmen der Bastille diese Bewegungen sah,s n "".rkte, daß man den Prinzen einschließen und zwischen zwey Feuer bringen wollte;
? "eß sse ihm ohne Verzug Nachricht davon geben: er hatte jedoch von dem Thurm.^^btey St. Anton eben dies schon beobachtet, und war im Begriff, seinen Truppene" Einzug in die Stadt zu befehlen. Schon war es ein wenig zu spät; die königlichenpuppen waren nicht weit mehr entfernt, und der Nachzug des Prinzen würde wenig,
>ens angegriffen worden seyn, wenn nicht die Prinzessin die Kanonen der Bastille aufk Truppen des Marschalls la Fette' hätte abfeuern lassen. Beym ersten laut dieserrtillerie zweifelte der Hof, der noch immer auf der Anhöhe bey Charonne stand und^e Gesinnungen der Pariser nicht wüste, keineswegs, die Stadt habe sich für den Kö,tlig erklärt; und niemand war mehr davon überzeugt, als der Kardinal. Man wurdeaber bald den Irrthum gewahr, und befahl den Generalen, sich zurückzuziehn und dieTruppen nach St. Germain zu führen.
Ganz Paris überhäufte den Prinzen von Londe' mit freudigen Zurufungen, . .
«je er verdient haben würde, wenn er für eine bessere Sache gefochten und die Waffen rettet sich «Nicht wider siinen König geführt hätte. Er bediente sich dieser günstigen Gelegenheit,ki das Volk aufs neue gegen den Kardinal zu erhitzen. Dies war leicht; er sahe sehr^ Pa^.aid die Straffen von seinen Anhängern wimmeln, die sich von der Partey des Kardi-als durch Stroh auf den Hüten unterschieden. Man sahe Kutschen und Pferde, mit^troh ausgezeichnet, durch die Straffen fahren, und selbst die Geistlichen musten sich"Schliessen, Stroh auf ihre Hüte und Mützen zu stecken, wenn sie nicht für Anhän,des Kardinals gehalten und von dein rasenden Pöbel öffentlich beschimpft werdenEliten. Allein, diese übertriebene Neigung zu dem Prinzen war nur ein fieberhafter^"sall, der bald wieder aufhörte; und es ereignete sich ein Zufall, der die Gesinnun,
Volks gegen ihn früher änderte, als man, selbst von dem unbeständigsten Pö,
^ , erwarten konnte. Man hielt eine Versammlung auf dem Rathhaus, um eine Am 4 3»l.h Einigung zwischen dem Prinzen, dem Parlament und der Stadt zu stiften. Kaum^ Prinzen die Versammlung verlassen, so erschien ein Haufe bewaffneter Aus-vor dem Rathhause und verlangte nicht allein, daß alles nach dem Wunsch der3ehen, sondern auch daß man ihnen alle, die es noch mit dem Kardinal hielten,
8 arsollte. Der freche Haufe vergrößerte sich stündlich, und man bemerkte fo,seß freiere und Soldaten unter ihnen. Er legte Feuer an die Thore des Rathhau--^ oß nach den Fenstern, und alle, die dafelbst versammlet waren, hielten sich fürr m^N. ^ Glitten würklich auf beiden Seiten viele Personen getödter; die Anfuh-""gen in das Rathhaus ein, und plünderten oder rotteten, was ihnen vorkam.
"er von den Prinzen kam herbey, um der Raserey des Pöbels Einhalt zu thun; nur
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Der Prinzin