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z ro zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
Das Parlament that hernach Vorstellungen wegen eines so aussekordetitW^
Verfahrens. Der Minister, immer
mit dem ersten Präsidenten und riech dem —.....
nen mit der Güte eines Vaters anzuhören, der zu verzeihen und mit Billigkeit ZU
furchtsam und verstellt, sprach sehr gellnm König öffentlich, diese obrigkeitliche
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fen weiß. Einige Zeit hernach erhob sich das Parlament gegen eine MünzverordnU dmuste aber geschehen lassen, daß einige seiner Mitglieder dafür ins Elend verwlchwurden. Die Königin, die sehr gegen die Versammlung aufgebracht war, halte'Vber gesehn, wenn man sie in die Bastille gesetzt hätte. Sie drohte auch dem erstenssidenten Bellievre, dem grösten Feinde des Kardinals,der stets bereit war,alleRke gegen ihn zu unterstützen. Das Parlament war bestürzt über die Verweisung si'^Micbrüder, stellte seine Geschäfte ein, und würkte endlich die Rückkehr der Verw> Inen bey dem Minister aus. Seitdem hat das Pariser Parlament während der gani,^Regierung dieses Königs keine Widersetzlichkeit mehr geäußert. Die Einigkeit der ^nigin und des Ministers, die sultanifche Denkart Ludwig des Vierzehnten , ^Unterdrückung der Grossen, und die Widerwärtigkeiten des Prinzen von Londe daM>ten nach und nach die Liebe zur Freyheit und den Eifer für das gemeine Beste r>). §
K. Ludwig Die innerlichen Unruhen des Reichs hatten bisher die feyerliche Salbung^.
wird gesalbt. Königs gehindert. Nun aber wurde sie zu Reims mit den gewöhnlichen Gebräus.Am 77 Zun. vollzogen. Ludwig stand damals in seinem sechzehnten Jahre, und sein Chara^Einige Züge fleug an, sich ziemlich deutlich zu entwickeln. Er hatte schon etwas von dem mahl',leims Charak- ^sicheltdas jedem, der sich ihm nahte, Ehrfurcht einflößte, von dem u" .^' schränkten Geitz nach Ruhm, der in der Folge Europens Ruhe so unglücklich stöhne ^so vielen Menschen Leben und Güter raubte, und von der zügellosen Neigung zN ^ -Wollüsten, wodurch er andern Fürsten so viel nachtheilige Beyspiele gegeben,Fräulein Olympia von tNancini, eine Nichte des Kardinals, war der erste et>^dauerhafte Gegenstand seiner Zärtlichkeit; denn seine vorherigen kleinen Liebeshändelmen hierin keine Betrachtung; auch schreiben wir keine Biographie. Die Nelg^des jungen Königs gegen die eben nicht reißende aber geistige Mancini wurde sch^diesem Jahr bekannt; das Fräulein wurde bey Bällen und andern Lustbarkeiten von^König so auffallend geehrt, daß bisweilen der Wohlstand gegen Höhere dadurch vckj'Award. Ludwig hatte keinen Mentor, der beherzt genug gewesen wäre, dieser Lck^schaft entgegen zu arbeiten, und Mazarini, der sich der Gunst des jungen ^chen zu versichern suchte, es möchte auch kosten was es wollte, sahe gar gern, dap ^ersten Begierden des jungen Königs sich zu einem Gegenstand neigten, der ihn s»"angieng«,).
Fortsetzung Die Salbung des Königs hatte gedient, eine grosse Unternehmung zu de*.
des Kriegs in gen , durch die man den Feldzug anfangen wollte. Stenai , ein fester und wo?' ,den Nieder- letzter Platz, der dem Prinzen voniLonde gehörte, beunruhigte die Gränzen vori CH ^Am "-r -wl pngne. Man beschloß die Belagerung desselben, und der König gieng nach b stum in der Nähe zu jeyn. Türenne eröffnete die Laufgräben, und überließ dem
p) üle Fckotttvrüe IV 4. p. 410 lgg.
7/0 IV 4. P- 4z lg.
IV L. l^,. 6. p. 4Z7 üjg. Vergl. 1'.
p. r6z lg. ,67. Schiegel Th. 9. S. rr; u. f.
g) l'. 4. v. 4*7 ^
Vergl. Kre«co»er "p. 1. p. 154 tgg.
1 . 2. p- -7- lgg. Schlegel Th. 9. S. r- 9 «