522 ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
r654 haben. Als sich Harcourt von Breysach und Philippöbnrg Meister gemacht hatte; stfand Altaza.rim Mittel/ die Besatzungen von ihm abwendig zu mache«/ und ließgleich den Mar-schall la Felle nach Elsaß marschjren. Dadurch ward HarcoMk ^wegt, sich zum Ziel zu legen. Er gab Breysach zurück, und bekam statt dcö Gouv^nemmls von Elsaß das von Anjou.
Feldzug in Die in Katalonien stehende französische Armee führte der Brich von Lssiti
Katawmen. seitdem er die Nichte des Kardinals gcheurarhet halte, und der verzog vonda!e stand unter seinen Befehlen. Si^machten sich bald nach Eröffnung deszugs Meister von Villafranea, einem Städtchen in Aouffillon, versahen hierauf ^Stadt Roses, die von den Spaniern, mit emer Belagerung bedroht wurde/init Lebc'^Mitteln, schlugen einen Theil der in der Nahe stehenden spanischen Reurerey, und ^betten Puicerda, Urgel und einige geringere Oerter.
Armeen auch dieses Jahr über so schw^
F-ldzug inItalien.
daß man keine beträchtliche Unternehmung wagen konnte. Die Franzosen wurde» ch.«sich müde, jenseits der Alpen Krieg zu führen, well sie dort nie ein dauerhaftes 6Dgenossen, und ihre besten Generale an den Gränzen der Nieoerlande gebraucht wur^ 'Der Graf von Grancey begnügte sich mit einem kleinen Gefecht an dem Fluß Bor^da, wodurch die Spanier einigen Schaden litten. Der Herzog von Gurse, den .Spanier auf Dorbitte des Prinzen von Londck in Freyheit gesetzt hatten, kamwieder zum Vorschein, und wüste den Kardinal zu bereden, daß er ihm eine Flotte^vierzig Schiffen gab, um damit noch einen Versuch gegen die Stadt Neapel zu maEDenn er glaubte dort noch viele Anhänger zu haben, die sich , riebst andern überspanische Regierung misvergnägten Herren, bey dem Anblick einer französischen Fll)>sogleich öffentlich erklären würden. Allein, die zu Paris herrschenden Wollüste hat ,so viele Reitze für diesen Prinzen, daß man ihm drohen muste, die Flotte zu einem <dem Unternehmen anzuwenden; um ihn nur von Paris weg zu bringen. Endlich ^Am 6. Okt. sie er ab, war aber in Ausführung seines Anschlags so wenig glücklich als ehemals.er landete zwar zu Castellamara in dem Meerbusen von Neapel: aber in der' stadt bewegte sich niemand zu seinem Vortheil , und das Landvolk weigerte sich stALebensmittci herbeyzuführen. Daher muste er nach der Provence zurücksegeln, ^etwas ausgerichtet zu haben. ,
Türmne wird Der Vrcomte von Türerirre wurde in diescmJahr zur Belohnung seiner D
Statthalter dicnste zum Statthalter von Poitou ernennt. Mazarini gab ihm auch die, dvtvoiiPoitou. beym Angriff der spanischen Linien vor Arras gebliebenen Herzog von Joyettst
ledigte Stelle eines Generals der französischen Reutercy, aber unter der Beding^.zdaß er diese Würde nicht ausüben, und sich, so sauge der Krieg wahren würde/ ^Titels enthalten sollte ; denn gemeiniglich pflegte Mazarrm seine Gnade nur ibezeugen und immer etwas hoffen zu lassen. Türe,ine muste sich auch dafür geft»lassen, daß der Kardinal in dem Schreiben, das er am i >ten September im Nfs,des Königs an das Parlament ergehen ließ, den glücklichen Fortgang des ganzenzugs sich selbst zuschrieb, ohne des Vuomten mit einem Wort zu erwähnen. Er ^te sich aber dadurch lächerlich , so groß auch übrigens sein Ansetzn war r).
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