i66vMazariiiiwird krank.
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Vertrag mitdem Her;, v.Lothringen.Amrz.Fedr.
Mazarinsletzte Hand-lungen.
542 zs. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
sacht hatte, auszuruhen. Aber er hakte kaum dieses grosse Werk geendkget, als khü estne Krankheit überfiel, die ihm im folgenden Jahr das leben raubte. Sie fieng miteinem Verlust seiner Kräfte an, die er dadurch allzusehr angestrengt hatte, daß er beydem Friedenswerk alles selbst lesen und selbst thun wollte. Er hatte keinen Gehülfen,als den Marquis von Liemne, der unter seiner Aufsicht arbeitete, der ihm von alle»»Bericht erstatten, und auch über die geringsten Umstände Bescheid von ihm einhole»muste. Der Kardinal konnte diese mühsamen Beschäftigungen in die lange nicht aus'halten; er bekam heftige Anfälle vorn Podagra, die sich endlich mit.einer Brustwasser'sucht endigten, an deren Heilung die Aerzte verzweifelten.
Seine letzte öffentliche Handlung von Wichtigkeit war der Vertrag mit bei»Herzog von Lothringen, der neun Tage vor seinem Ende völlig zu Stande ka»»'Die Bedingungen dieses Vertrags waren hart genug, doch lange nicht so hart, als mal'Im pyrenärschen Frieden beschlossen hatte. Die Festungswerke der Stadt Nanci wUftden geschleift; Frankreich blieb im Besitz der Städte Moyenvic, Clermont, Stelltund Jametz; der Herzog bekam das Herzogthum Bar, mit Ausschluß des Städtche^Cirk und dreyßig dazu gehöriger Dörfer; doch muste er es persönlich zu Lehn nehme»'Frankreich behielt Cauftnan , Saarburg und Pfalzburg, wie auch eine Strasse ei»k»halben französischen Meile breit und dreyßig Meilen lang, von Metz nach Elsaß, W»allen daran liegenden Dorfschaften').
Als Mazarini von der Grösse seiner Gefahr unterrichtet war, wendete^noch viele Zeit zum Unterricht des Königs an. Er schilderte ihm den ganzen Hof, uAriech ihm, keinen ersten Minister mehr anzunehmen, sondern selbst zu regieren. E'beschrieb ihm den Obcraufsiher d.r Finanzen, Marquis von Fouguet, als einenjährlichen Mann, von dem sich der König mir vieler Vorsicht befreyen mäste, weil iksich durch Verschwendung der Finanzen sehr viele Anhänger erworben harte. Dag^gen empfahl er ihm Eolberten, als den geschicktesten Mann zur Verbesserung sei»^Finanzen; und zu Staatsräthen, le Testier, einen aufgeklärten Kopf, der niese>»Gunst gemisbraucht hatte, und den Marquis von Lionne, der in auswärtigenschäften sehr geübt war. Den Marschall von Villeroi, ehemaligen Lehrmeister ^Königs, schloß er ausdrücklich aus. Kurz, der Minister sprach mit dem Königmit seinem Sohn, und er hatte das Glück, aufmerksam von ihm gehört zu werde»'Mit diesem mündlichen Unterricht verband er einen schriftlichen, den er dem König»einen Plan hinterließ, nach dem er künftig regieren könnte.
Der Kardinal näherte sich übrigens dem Tode nicht ohne Gewiffensunr»^wegen der grossen Reichthümer, die er zum Schaden des französischen Staats aufgeh»»!hatte. Er glaubte sie zu dämpfen und seine Schatze zugleich zu retten, wenn er di^auf Loiberts Rath, dem König anböte. Dieser nahm aber, wie Lolbert ebe» ^ausgesehn und gewünscht hatte, dieses Erbieten nicht an, sondern ließ ihm freyenicht allein in Ansehung seiner Verlassenschaft, sondern auch wegen seiner vielen
l) kecueil äs äiverlss mstlerss eoncer-nglikes !s 8r. One äs k.orraine, hinter derfranzösischen Ueber schling der Pyrenäischcn Frierbeusgeschichte von Priorato p- i -rz.
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