Band 
Neun und dreyssigster Theil.
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

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ben(»), Bebkenungen und Gouvernements, Verordnungen zu machen. Sem hierauf 166 rverfertigtes Testament ist eine Art von Lobrede, darin er die Gnade Ludwigs des Sein Testa.dreizehnten, der Königin Mutter und Ludwigs des Vierzehnten, den glückli- wenc.chen Fertga ig der französischen Waffen, die Wiederherstellung der Ruhe im König-lich, und den durch die Vermahlung des Königs befestigten Frieden, mit vielen Wor-ken rühmet. Darauf folgt eine Menge von Legaten und Schenkungen. Er hinterließlr Krone achczehen der schönsten und grösten Diamanten, die man noch seht, seinerVerordnung zu Folge, die achtzehn Mazarms zu nennen pflegt, der Königin Mut-ier einen Ring mit einem grossen Diamant, nebst einigen andern seltenen Stücken, derAvgen Königin ein Bouquet von fünfzig Diamanten, und dem Bruder des Königs einUnd dreyßig Smaragde. Die Vollzieher seines Testaments bekamen vierzigcausend"Utes an Edelsteinen unter sich zu theilen. Dein Pabst vermachte er sichshunderttau-nNd Uvres zur Führung des Türkenkriegs in Kandia. Der Prinzessin von Conti ver-pachte er zweyhunderttausend Thaler, eben so viel der Prinzessin von Modena , acht-ichnrausend livres Jahrgeld seiner Schwester, Madame MartiuozzL; dem MarquisPhilipp Julian von Mazarmi' Mancini, seinem Neffen, das Herzogthum Ne-gers, neunhunderttausend Livreö baar, beträchtliche Renten aufBrouage, die Halstefeines Hausgerärhes, und si in ganzes Vermögen zu Rom, das sich auf mehrere Mil-lionen belief; dem Herzog von Vcndome zweyhunderttausend Thaler; eben so viel derGräfin von Goissöns, und dem Marschali von Gramem hundertkausi-nd Lt'vres; denArmen sechstausend Livres. Die Gnadengelder, die er bey seinem Leben einigen Ge-lehrten ausgeworfen hatte, sollten nach feinem Tode fortbezahlet werden. Er machteüberdieses sehr viele milde Stiftungen an Klöster und Hospitäler, und stiftete das Kol-legium der vier Nationen zu Paris, dem er auch seine zahlreiche Büchersammlung ver- MazarinkMachte. Er starb am yten März im Zysten Jahr seines Alters, nachdem er Frank- stirbt, am 9*eich achtzehn Jahre lang unter mancherley Abwechselungen regiert harte. Der Mar- März.

Ais von Meilleraye, der dessen Nichte Hortensia Mancini geheurathet hatte, und Seine nach-tu Titel eines Herzogs vonMazarm annahm, ward Erbe seines Namens und des grö- ste Verwand?

Theils feines Vermögens Ausser dieser Sortensra und der Laura und MarieAn- te.?^Marrinozzi, wovon jene mit dem Herzog von Modena und diese mit dem PrinzenA Conti vermahlt war, hinterließ er noch vier andre Nichten, mit Namen Matt-et. Lama Vlktorr'a Heurathete den Herzog Ludwig von Vendome , vorherAu Mercoeur,der in der Folge Kardinal wurde; Olympia war die Gemahlin Eu-8ens Moritz von SaVO'sen und Grafen vonSoisions und Oberaufsehers der Hoftstaat der Königin, und hatte das Glück, die Mutter des grossen Kriegshelden, Prin,^Eugens, zu werden; Marie Mancini, die der König geliebt hatte, war die^/viahi,,, des neapolitanischen KonnetadUs, Lorenz von CoLonna ; und Mariewurde mit Gottfried Moritz de la Tour Herzogen von Bouillon vermählt.

H Mazarrni schien fast von niemand, als vom König bedauret zu werden,e. A ganze Königreich freueke sich über seinen Tod, und selbst seine Nichten, denen ergrosse Schätze (**) zurückließ, schienen dabey gleichgültig. Selbst dek Schmerz

des

Er besaß allein zwey und zwanzig der ein-'chsten Abteyen in Frankteich.

(**) Er hatte verbaten, ei» Jnventarrum^übersein Vermögen zu machen, vermuthlich in der

Absicht,