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zv. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
Am ersten November wurde dem König ein Dauphin gebohrett/
den
und der
Am i.Nov. Ludwig nennte. Der Herzog von Monrausier wurde sein Hofmeister, und dePräsident von perigm sein Lehrer. Diesem folgte der berühmte Bischof von CondoMphin ^qcbv!)" und nachherige Bischof von Meaup, Jakob Benigmrs Bosstret. Des DauphlN^ren. ^ Unterlehrmsister war Peter Daniel Huet, Bischof von Caissons, nachher von AvrakiLesseuEr.' ches, und sein Vorleser der Abc von Lordemoy. Die Erziehung dieses Prinzen vckziehung. anlaßte die bekannten, aber ihrem innerlichen Werthe nach meistens schlechten Ausg^ben alter römischer Schriftstellerin ulum velpbini, deren Druck über zweyhundertta^send Livres kostete. Eben dieser Gelegenheit hat man die klassische Einleitung oderDiscours über die allgemeine Geschichte des Bischofs Bosjuet zu danken. Der g«EEntwurf zu der Erziehung des jungen Prinzen war so beschaffen, als wenn mangrasten Gelehrten aus ihm hatte bilden wollen. Aber die Bemühungen seiner gesch^ren Lehrer trugen keine Früchte; denn sie konnten nie Lust an den Wissenschaften bey ihmerwecken r).
1662 Indem Ludwig der Vierzehnte seiner Neigung zur Pracht und WoliE
Dcr Hcrz. v. nachhieng, und seinen Geschmack dem ganzen Hofe einflößte, gewannen die Umstäl'^Lochrmqm Herzogs F^arls des Vierten von Lothringen eine andre Gestalt. Dieser FÜNLänder dcnE sollte seinen Neffen, einen Sohn des Herzogs Franz und der Prinzessin Claudia/».Frankreich, wit der Madeinoisille von Nstompenjrer vermählen: als diese aber den Antrag ablehate, so bemühte sich die verwittwets Herzogin von Grleans, eine Schwester deszogs und eine Tante des Prinzen, diesen mit der ältesten Prinzessin von NemoN^zu vermählen. Herzog Aarl sollte diesen Neffen für seinen einzigen Erben erklär^und der Vater des Prinzen willigte zn seinem eignen Nachtheil darein. Zur Ulfl^Haltung des Prinzen bis zu Rarls Absterben versprach ihm dieser eine grosse Apparra^und viele Einkünfte; weil er aber diese Versprechen nur gethan harte, um dem slck^Anhalten der verwittweten Herzogin von Ökleans und des Herzogs Franz nachjll^ben, so zögerte er von einer Zeit zur andern mit der Erfüllung, und verursachtedurch Feindschaft zwischen sich und seinen Verwandten. In der Hitze des Unwille^gieng Herzog Aarl, der sich damals in Paris aufhielt, zu dem Marquis von Li^ne, und erklärte ihm, daß er, um sich an seinen Verwandten zu rächen, bereit Uden König von Frankreich zum Erben seiner Staaten zu machen. Man nahm ^beym Wort, trieb die Unterhandlung eifrig, und brachte bald einen der seltsam!^Am 6. Febr. Verträge zu Stande, welchemnach Aarl der Vierte, Herzog von LorhriNst^König Ludwig den Vierzehnten zum Erben seiner Staaten einsetzte, und ihmSicherheit die Stadt Marsal unter der Bedingung einräumte, daß alle ErbenHerzogs zu Prinzen vom königlichen Geblüt erklärt werden, lind nach den Prinzen ^dem Hause Bourbon den Rang nebst dem Recht der Thronfolge erlangen sollten. 1,Dieser Vertrag wurde in das Parlament geschickt, um daselbst in die ^ster eingetragen zu werden. Ludwig erschien selbst im Parlament, und die Erklär"'^
f/t' ( ü ^nisterü. 1700. 72.) lg. vf 1 ^.. 26^,
IVro/r b>. 72. p. ;o 7 igg. drrgl. st^. 3.
x. 26z lgg. 1 ^ Z-P- 27 sgg.
/o» l. c. st". 7. x. 28 kgg. 54 - 71 - Griffet Tl).
75. S. 70U. f. st'. Z. P. Z06 - 37z.
Schlegel Th. 9. S. zoz - 307.
v) 1". 4.
AkEorre, Lic .VlorrerÄe st . 5. p. 248 ^ 4 . ^mo/re, st'. 5. p. 160.
p. 720 lgg. Vcrgl. st . 3. p- 5
Schlegel Th. 9. S. 307.