zv. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 559
Haus Estck und den Herzog von Modetta zu befriedigen; 3) den Kardinal Lkrftia>s legaren nach Frankreich zu schicken, damit er die Beleidigung des Gesandtemenrichul->gen unv^nach einem vorgeschriebenen Aufsah persönliche 7 lbbitte thun möchte; 4) derKardinal Imperiali sollte sich nächstens persönlich bey dem König rechtfertigen; ->)Don^uario, Bruder desPabsts, sollte schriftlich und bey seinem Ehrenwort versichern, -er keinen Theil an allem, was den 20 August 1662 zu Rom vorgegangen, gehabthabe; und diese Schrift sollte mit einein pabstlichen Breve begleitet werden, welches be-fugen sollte, daß dieser Herr wegen dieser Sache ganz unschuldig sey; Don Mariosich inzwischen ausser Rom aufhalten, bis Lkigi bey dem König Gehör gehabtllatte; 6 ) Don Augustin, ein Neffe des Pabsts, sollte dem Herzog von Lreqm, beyMner Rückkehr nach Rom, bis nach Quirico entgegen gehen, wenn er durch Toskana'anie; und bis nach Civita-Vecchia, wenn er zur See reiste; und bis nach Narni,^enn er durch Romagna oder die Lombardey den Weg nähme; 7) Donna Beeenice,Gemahlin des Don Mario, oder die Farnesische Prinzessin, AuIustms Gemah-sollten der Gesandtin bis Ponte-Molle entgegen kommen, und derselben ihr Mis-^Snügen über den Vorfall vorn 2 Osten August bezeugen; 8 ) die Korsische Nation sollte>ür unfähig erklärt werden, in Rom und im Kirchenstaat zu dienen, und der Häscher-^uptmann von Rom seiner Stelle entsetzt werden; y) sollte der ehemaligen KorsischenH'wptwache gegen über eine Schandsaule errichtet werden, die das im achten Artikelangegebene Urtheil enthielte (*). 10) Der Pabst sollte alles Verfahren zernichten, daö
über den Herzog Lesirrtni, über die römischen Barone und andre Anhänger der franzö-sischen Partey, wegen dessen was am aosten August vorgegangen, verhängt worden.*r ) Versprach Frankreich , dem Pabst gleich nach der Abbitte des Kardinals LhigiAvignon und Venaissin wieder einzuräumen.
Der Pabst erfüllte diesen Vertrag redlich. Da sonst die Legaten nur kamen,Ai Gesetze zu geben und die Völker mit Zehnten zu beschweren; so erschien der Kardinaloabio Lhigi im Jahr 1664 als der erste päbstliche Legat in Frankreich, um eine Abbitteöu thun; und der Kardinal Imperialt kam nach Fontainebleau, um sich zu entschuldi-gn. Aber Castro und Ronciglione kamen nicht wieder unter die Herrschaft der Herzoge^n Parma, und die Schandsaule wurde, mit Einwilligung des Königs von Frank-reich, unter dem folgenden Pabst, Rlcmens dem Neunten, nach drey Jahren wie-der
(*) Hier ist die Inschrift dieser Säule:
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