Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
560
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560 ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

166z der niedergerissen. Doch haben es die Päbste seitdem nie wieder gewagt, Korsen ^ihrer Leibwache zu nehmen t). ..

Der Herzog Die Sache wegen der Beleidigung des Herzogs von Crequi war noch nE

von Lvthrmg. beygelegt, als Ludwig den Herzog von Lothringen nöthigte, ihm die Festung""'b Marsal säst einzuräumen, so wie durch den Vertrag des vorigen Jahrs war ausgemacht wordch-abtteten?^ Der Herzog glaubte hierzu nicht verbunden zu seyn, weil die Prinzen seines Hauses,

den Vertrag nicht unterzeichnen wollten, nicht waren zu französischen Prinzen voM 6^.blüt erklärt werden: allein auch hier gieng Gewalt vor Recht; Ludwig befahl ds>Marschall 1 a Fette , Marsal zu belagern, und er selbst kam bis nach Metz.nun der Herzog befürchten mußte, durch anhaltende Widersetzlichkeit sein ganzes ls"hAm I Sept. zu verlieren; so schloß er zu Nomeni einen Vergleich mit dem König, wodurch erMarsal abtrat, und dagegen den völligen Besitz seiner übrigen Staaten, nachgäbe des Vertrags vom Jahr r6üi , erhielt. Der Herzog wünschte, daß dadurchSchenkungsvertrag des vorigen Jahrs möchte aufgehoben werden: allein, die franssf'schen Minister antworteten ihm, ihr König sey nicht gewohnt, Vertrage, die er unt^zeichnet hatte, durch öffentliche Urkunden aufzuheben, und er möchte zufrieden stll^daß jener Vertrag stillschweigend aufgehoben wäre y).

Erneuerung In eben diesem Jahr wurde auch der Bund mit den Schweißern erneuert, ^

des Bündnis- reu Truppen einen so ansehnlichen Theil der französischen Heere ausmachen. Er wah^SchEcrn^M" seit Franz dem Ersten, und war unter dessen Nachfolgern von Zeit zu Zcicch^ ' neuret worden. Jeßt geschah es mit der größten Feyerlichkeit und in LudwigsAm - - Nov. genwart in der Hauptkirche U. l. Frauen zu Paris. Das einzige, was er änderte, ^stand darin, daß künftig der größte Theil der in französischem Sold stehenden Schwebnicht mehr aus den reformirten, sondern aus den katholischen Kantonen genommen 'den sollte r). ,,

Bündnisse In eben diesem Jahr wurden auch die alten Verbindungen mit den teutsch'

mit teutschen Fürsten theils erneuert, theils neue gestiftet, um die Theilnehmung an den AngeldFürsten ^ und heitert des teutschen Reichs desto sicherer zu erhalten. So wurde z. B. der rhcilllfchDann-- Blind mit den drey geistlichen Kurfürsten, mit Pfalz, Neuburg, Hessen,

und Würtcmberg verlängert, und ein neuer mit dem Herzog Christian Ludwig ^Mecklenburg r Schwerin errichtet, der sich unter französischen Schuß begab

mit

mark.

x) Relation de tout es qni s'ess passe en-tre 1e pape Alexandre VII. et 1s Roi <lsssrance au fchst äs 1'jnlulte, ^ue les lllape-lins lurent aa Duo de ciiegui 1e 20 ^ontt'annee 1662. assoloAne 1670. 12. Raceol-to dell' aceidente oecotso in Roms 5ra 1a ka-wisslia de Li'^nor Onca di Lregui et la mili-tiassorss nel 1662. InNontsLdiaro 1671.12.Hiltoire des demeslsr: de 1a Oonr de ssrsnceavec 1a ssour de Hörne an lujet de 1'assalrsdes Korkes, par N. l'llbbe1707. 4. Th. 9. S. Z2V u. ss.

I4zo u. ss. 27;.

277 sg. Tettre/ I.o«üXIV.D r. p. yy lhcp107 lssg. ilz stzg. vergl. ^Iü,rr„re>e 1. z. p.

68-84. 95-115- ?eA//s«'R. 1. p. ii 4 '^Rölcrs Münzbelustigungcn Th. 6. S. 4^ "'A.Arkenholxens der Königin Christinn Th-82 u. ff. Scvlcgcl Th. 9. S. zr6- ;2A-

y) b,. ;. p. r ZL-lrtlcles du D'aitts de LIarssl hinter fcrzösischcn Uebersehung von Priorako's

de» pyrenäischen Friedens p. 57 sgg.

1°. 4. p. 276. D«

p. 472. vergl. 1. Z- p 9* ^ A'

üo«/ee I . z. p. Sd?legcl Th- ^

zzo.

z) D« LlE D 6 . ?. -- p. 4/; hi-

p. 146.