Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

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Am ii. Iun.Am 4 . Aug.

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gethan habe , und zugleich die Generalstaaten um die Erfüllung des Vertheidigungsvertrags ^Zahr i66r angesucht hätten; so fände es sich verbunden, dem königlichen Wort Genüge zuuud wäre dahcr cntschlvffen, der Repnblick mit seiner Macht zu Wasser und zu Land beyzustELiese Ktiegserkäruiig verursachte grosses Llusschn: aber der Erfolg zeigte, daß England wenig NEtheil davon hatte. Einige versichern gar, sie >ey nur geschehen, um die damalige Regierung ^Rcpubiick aufrecht zu erhalten, nicht aber um den Engländern zu schaden. Gewiß ist, daß diezössiche Flotte, welche die holländische Seemacht verstärken sollte, unter allerhand Verwänden "lange aufgehalten wurde, daß sie erst gegen den Herbst unter Segel gicng, und sich nie mit der ö'*te der Staaten vereinigte. Anfangs stritt man über die Anführung der zu vereinigenden Flots*/welche Frankreich verlangte; nachher über die Gegend, wo sie gebraucht werden sollte; und daPunkte berichtiget waren, so schielt Frankreich die Ausrüstung eifriger zu betreiben, und verst^Adaß seine Flotte schon am ersten März in See gehen sollte. Lies geschah aber blos, um allcrh^Vortheile aus Holland zu ziehen, die man vorher unter andern Umständen nicht hatte erlangen ktuen. Frankreich ließ daselbst fast eben so wohlfeil Schiffe bauen, als tue Einwohner des Landesund zog eine Menge Pulver, Masten, Taue und andre den Schiffen nöthige Dinge aus Aw!^'dam. Estravca versicherte den Generalstaarcn, der Herzog von Lcanfcwl habe Befehl erhalt^die englische Flotte im mittelländischen Meer aufzusuchen: allein , Leauforr kam erst gegen das ^de des Sommers nach Brest. UnterdeS war die grosse holländische Flotte ausgelaufen, undmit der englischen zwo blutige Schlachten, wovon die erste vier Tage daurete und sich zum V°Eder Holländer endigte: in der andern abcr behielten die Engländer die Oberhand. Nunmehr stuhdie französische Flotte zuverlässig in dem Kanal erscheinen, um sich mit der holländischen zu vewnigen; sie lief auch würklich aus, ward aber Lurch Sturm gehindert, in den Kanal zu kom"'^Die Staaten beschlossen inzwischen aus vielen Ursachen, ihre zu Anfang des Septembers ausgel""fene Flokre in ihre Häfen zurückkommen zu lassen, und gaben dem französisthcn Hof auf eine EArt Nachricht davon, daß sie sich etwas verdeckt über die Zögerungen desselben beschwerten, die lseiner Hülfe beraubt hätten, worauf sie gerechnet, und die jetzt erst ankäme, da sie sich ihrer > 1 ^mehr bedienen könnten. Unter diesen Umstanden kam Beaufort mit seiner Flotte bey DieppeDaselbst wurde er von dem Entschluß der Staaten benachrichtigt, und kehrte sogleich zurück, in ^ .Meynung, daß die holländische Flotte die See bereits verlasse» hätte. Zu eben der Zeit, dafranzösische Hof den Entschluß gefaßt hatte, seine Flotte gleichfalls zurückzurufen, that er in ^Haag die lebhaftesten Vorstellungen, daß die holländische Flotte der französischen entgegen segeln^te, vhiigeachrct die englische Flotte, um welcher willen sie dies verlangten, nirgends zum Vors«)*,kam. Zu,wischen unternahm man doch etwas gegen die Engländer, aber nicht zum Besten des ^

meinen Sache, sondern zum besondern Vortheil Frankreichs.

Die Franzosen vertrieben nemlich j,

Engländer aus dein Antheil der Antillischen Insel St. Christoph, die sie zeither gemeinschaftlich^ihnen besessen hatten.

Nachtheil dabey litten.

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England und Holland aber wurden des Kriegs müde, da beyde nichtsSie versicherten einander ihrer friedlichen Gesinnungen, und die H^,der verhehlten sie ihrem lauen Vundsgenossen nicht. Ludwig hatte schon angefangen, sich zuw ^

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Neichsfürsten, die zu Hollands Dienste gegen den Bischof von Münster geworben hatten,

griff der spanischen Niederlande zu rüsten, indem er Pulver und andre Kriegsbedürfnisse l»vereinigten Provinzen aufkaufte, und die Truppen des Kurfürsten von Brandenburg und

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Wechselseitiges uen Sold zu bekommen suchte. Die Republick, die des Königs Absichten wohl merkte, sucht*Mißtrauen der heimlich gegen dessen anwachsende Gewalt durch ein Bündniß mit dem König von Dännemgrk-.Svliäiidcr Kurfürsten von Lrandenburg und den Herzogen von Lrannsibwelg - Lüneburg zu verst"^^ ' und brachte es aller Ränke des Grafen von Estrade« ohngeachkct, zu Stande. Um dem von

sein Bündniß zu besorgenden Nachtheil auszuweichen, beschloß Ludwig , ihm selbst beyz»c^-hweil aber dies nicht mit Nutzen geschehen konnte, ohne Schweden zu demselben zu bewegen, ^er sich alle Mühe, dies zu bewerkstelligen; denn alsdann würde es ihm leicht gewesen se»NHaus Oestreich auf immer davon auszuschließen. Allein, Schweben wollte in kein Bündniß **an dem Dänemark Theil hätte k). Ach

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L.r.x.lfftg. >7ZlU- ääMgr'tSt äs 1'. 4, p. 5. p, qzi-z^S. äs MnsM-Fce 'L 5 -