Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
571
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zo. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

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. Bey allen kriegerischen Entwürfen und Rüstungen, die der König von Frankreich und 1666

d "'" Minister beschäftigten, ließ man die Gegenstände, die mehr als alle Eroberungen zum Glück Colbcrt fährtVolker beytragen, nicht aus der Acht. Die Jnstitz, die Handlung, das Seewesen und die Po- mit Ver bes-uch, alles empfand den Geist der Ordnung, di?Lolberten eigen war. Er legte für diese Gegen, d ee

nande einen besondern Rath an, der die schönsten Verordnungen machte, die man als Grundchulcn schig fEwI-französische,, Staats ansehen muß. Eine Frucht der Sorge dieses Ministers war die Anlegung Anlegung dere° Hafens la Celte oder Sekte in Niederlanguedok. Man war damit nicht zufrieden, daß man die Seehäfen lakhdkn Bteere mit einander vereinigt hatte; man wollte auch einen bequemen Hafen für die nach Eette und R»Mittelländischen Meer bestimmten Schiffe haben, und wählte das Vorgebürg von Cette dazu.

^ warm bisher einige Seen daselbst gewesen, die keine grosse Schiffe fassen konnten, und man"?chte d^aus einen sehr ansehnlichen Hafen, der aber wegen des häufig eingeschwemmten Sandes,, wder brauchbar ist, so grosse Summen auch nachher die Stände von Längucdok daran gewendet^ben. Einen andern legte man am Ocean bey der Mündung der Charente an, nemlich den Hafen"wRvchesort, wo man eine ganz neue regelmässige Stadt baute, und darin ein grosses und prächr. Ses Zeughaus und ein Scehospital aufführte. Eben daselbst errichtete man Schulen zur Erlernungx? Seewesens; und es ist eigentlich der Ort, wo sich die nach Amerika bestimmten Flotten ver->«w,urln l).

K. Das folgende Jahr wurde theils durch den Frieden zu Breda, theils durch Frankreichs *66/

-v "wll ü, djx spanische Niederlande merkwürdig. Jener Friede wurde nach Unterhandlungen, die»^be sti Bre-zwey,Monate lang gedauert, zwischen Frankreich und Großbritannien in roArtikeln geschlossen, GxMriwmü?p folgende die wichtigsten sind: der König von Großbritannien bekommt den Theil der Zii e„, Holland u.

s- ' Christoph wieder, den die Franzosen vor kurzem weggenommen haben: hingegen erlangen die-Frankreich, amf Akadie» jn Nordamerika wieder; Frankreich giebt den Engländern die Znseln Antigoas und Mont- 3> Jul.dat wiebsr zurück m).

» Noch vor der Unterzeichnung dieses Friedens , der die Holländer vorzüglich angieng, hatte Frankreich»

Ans^'tl) den Einfall i-> die spanischen Niederlande gethan, der schon lange der Gegenstand seiner A"Sriff derdi- co "nd Rüstungen gewesen war. Der durch den pyrenaischen Frieden geendigtc Krieg hatted°^"wdrigung des Hauses Oestreich M Absicht gehabt, und diese Absicht war von Frankreich,ccy Erweckn,>g nichrercr Feinde dieses Hauses und durch das Glück ihrer Waffe», gröstentheils"ch/ worden. Aber der französische Hof war daniit noch nicht zufrieden; er wollte auch die spar'Ich-östreichischen Staaten zertrümmern, »nd einen Theil derselben mit den Staaten seines Königs. düngen. Zu dem Ende wurde jener Krieg fortgesetzt, bis Ludwig sich vermählen konnte. Als-wurde ihm die Znfantin Marie zur Gemahlin bestimmt, und Philipp ver Vierte durch dieGewalt der Waffen und durch Staatsränke genöthigt, diese seine Tochter zum Preis des FriedeusWachen. Spanien wollte zwar den Folgen dieser Vermahlung durch die Verzicht der verlobtenswnigin von Frankreich auf die Erbschaft ihres Vaters vorbeugen: Frankreich sahe aber diese Encsa-als eine blosse Cärimonie an, und selbst Philipp befürchtete, diese Vorsicht dürste von keinemfetzen sinn. So lange dieser König lebte, stritt man nicht über die Rechtmäßigkeit der Verzicht-?lwtig, aber man sehte sich von Seiten Frankreichs in den Stand, sie durch die Waffen ungültigA wachen. Man verbesserte und vermehrte die Kriegsmacht; man verstärkte die innern Kräfte des^°'chs durch bessere Einrichtung der Finanzen, durch Beförderung der Handlung und Schiffahrt,

^'ch Unterdrückung des Ansehns der Grossen, der Parlamente,: und des Volks. Man unterstütztew°^ugal, verband sich mit verschiedenen europäischen Fürsten, schwächte England und Holland,ih« b die Absichten auf die spanischen Niederlande am meisten hindern konnten, durch das zwischenwj?'- angefachte Kricgsfeuer, und suchte besonders Holland zu gewinnen, ohne jedoch den KriegEngland lebhaft zu fuhren.

Rx. Diese Vorbereitungen waren viel zu sorgfältig gemacht, als daß man an einer glücklichen Grü,idc rudes-wkung zweifeln konnte. Allein, Ludwig wollte keinen Krieg führen, ohne ihn gerechtfertigct-veicyom»

l>, 1 °. 2. p. »7 - loo. Vergl. 1. z.

^vnauberr) Staatsgeschlchte von einem. '"hundert Th. i. S. 4-4--I4Ü- Schlegel Th.y.S.Alig. wellhist. am angesO- S. ^ in ff.

4 l.c.r.6. x-Zf-lgg- r. 7 - K-

Cccc 2 zu '

425 lgg. -ttai-trnrc?-e 1 °. z. p, 258 ihg- Schlegel Th. y.S. Z^iis.

m) O» -r. 7 . r. l>- 53 lss 1° 4. be-sonders p.Zhk lga- k-c/i-Fö-r tt. r. püx. I<^ sgg. Vergl,r.z. x.r;s lgg. ,6g 1g. Schftgel Th. 9 .S.L 58 U-F.