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ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.
1667 mehr als 8 220 Mann zusammenbringen konnten, näherten sich den französischen Linien, als ebdas Te Deum wegen Uebergnbe der Stadt gesungen wurde, und zogen sich daher wieder zuru^'Der Marguis von Lreczui, den man mit seiner Armee aus dem Luxcnburgischcn gerufen ha^'um den durch die in den eroberten Städten zurückgelassenen Besatzungen verursachten Abgang kköniglichen Armee zu ersetzen, und der Marguis von LeUefonv, holten sie ein, und nöthigte»mit ansehnlichem Verlust nach Brüssel und Mons zu fliehen. Der Feidzug wurde durch ErvbctEAm >2. Scpt. der Stadt Alost beschlossen, die man vorher schon eingenommen, aber wieder verlvhre» hatte.
Die Geschwindigkeit dieser Eroberungen verursachte zu Brüssel so grosse Furcht, daß ^Bürger schon anfiengcn, mit ihrer Habe nach Antwerpen zu flüchten; und vielleicht hakte Luvro"diese Stadt und ganz Flandern und Brabant in einem Feldzug erobern können, wenn er zur Dch'hung der Städte, die ihm die Thore öffneten, mehr Volk gehabt hätte. Louvois riech ihm, g^Besatzungen in die eroberten Plätze zu legen und sie besser zu befestige». Vcmban, eines vo» 7grossen Genies, die das Jahrhundert Ludwigs des Vierzehnten hervorgebracht, nahm diege dieser Befestigungen auf sich, und brachte sie nach seiner neuen Methode, von LonvoisGeld gehörig unterstützt, in nicht gar langer Zeit zu Stande 0). ,,
Besorgnisse der Ausser den Spaniern war bey diesen Eroberungen niemand mehr in Sorgen, als dicE
Holländer über linder. Die Freundschaft mit Frankreich war ihnen nützlich gewesen: aber dessen Nachbars'^'
das Glück der,
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w »1» Waffen' konnte ihnen desto schädlicher werden. Sie hatten gleich Anfangs über die grossen Rüstungen
wollen einen' Franzosen starken Argwohn geschöpft, den die Vorstellungen des spanischen Gesandten noch verweh
Vergleich zwi-ten. Sie wendeten alles an, um den König zum Aufschub seines Unternehmens zu bewege». ^" " '- ' .. '
blik keine Zeit, an einem Vergleich beyder Machte zu arbeiten,, welches doch ihre Absicht gewc!'.war. Inzwischen beschloß sie doch, ihre Bemühungen zur Vermittelung eines Vergleichs anzu»"den. Sie glaubte, Frankreich würde sich mit den Städten Kambray, St. Omcr, Aire und 7Grasschaft Burgund begnügen, und sie hielt Spaniens Einwilligung in diese Abtretung für mögb ,Weit sie aber doch nicht wüste, wie weit Frankreichs Absichten gehen möchten, so ward beschlosstsich zu Lande z» rüste», und die Gränzen des Sraars zu bedecken.
Inzwischen that Ludwig durch den Grafen von Lsrradcs dem Nathpensionar deden Vorschlag, daß er sich für alle seine Ansprüche mit der Grafschaft Burgund, dem Herzogest!.Luxemburg, Kambray und dessen Gebiet, Aire, Sc. Omcr, Wynoxberacn, Charlervi, Dor"^
nier zur Einwilligung zu bewegen suchen würde: wollten aber diese die Bedingungen in der E!nicht annehmen, so müste sich Holland für Frankreich erklären; endlich müste man von nun a» w,setzen, daß, wenn der König von Spanien ohne Kinder stürbe, die spanischen Niederlande ft'st ^»en Freystaat erkläret werden sollten. Als aber die Franzosen von diesen Vorschlägen nichts höss,^"Hkegmigwellten, so mustcn die Holländer auf andre Mittel denken, und da fand sich kein besseres, ast,^,,liauj Bündniß mit England, Schweden und einigen teutsche» Fürsren. Die deswegen angestellte«
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terhandlungcn wurde» sehr heimlich betrieben. Zu einem Bündniß mit Schweden war derschon gebahnt. Der aufferordentliche Gesandte Rarls dos Lilfccn, Graf von Dohna, war st'^vor dem Friedensschluß zu Breda im Haag angekommrn, nicht nur um diesen zu vermitteln, st"auch um an einem neuen Bündniß mit den vereinigten Niederlanden zn arbeiten. Diese hatteneine ausseroi deutliche Gesandtschaft nach London geschickt, um wegen Wiederherstellung des F^,,,e«rzwischen Frankreich und Spanien Unterhandlung anzufangen, und nach dem Inhalt ihrer gest"!,^Vollmacht zu überlegen, ob man, im Fall der Friede nicht durch aüiliche Mittel beföcdcrtkönnte, nicht zu nachdrücklichern schreite» sollte. Ehe diese Anschläge zur Reife kamen, ließrvig, aus Besorgniß, die Holländer möchten sich endlich für Spanien erklären, dem Herrn ^ ^-,1,zu erkennen geben, er wollte auf den Fall, wann Rarl der Zwecke ohne Kinder stürbe,
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