Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
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ZO. Blrch. Ludwig der Vierzehnte.

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^/panischen Niederlande ein freyer Staat würden, und sich mit Luxemburg, Kambray, Douai,Ci r ^ t. Omer, Wynorbergcu und Furucs begnügen, dagegen aber vo» Burgund, Doruick und^ tteroj absiehu, wenn der König von Spanien dein König von Portugal den königliche!! Titel ge-D ^°^ke. Wollte aber Spanien lieber Burgund als Luxemburg missen, wär' es ihm gleichgültig.>ec ivolltc er versprechen, vor dem Ende des März 1668 nichts gegen die spanischen Niederlande""tcriwhmei,, wenn die Spanier sich gleichfalls ruhig halten und überdies Holland versprechenseliat ' wenn mittlerweile kein Vergleich gemacht würde, nicht weiter zum Aufschub der Feind-er nöthigen. Wenn endlich den Spaniern jene Bedingungen angenehm wären, so wollte

Wie ^ den in diesem Feldzng eroberten Platzen begnügen. Diesen doppelten Vorschlag würden,ten ^/-äffte, alle Dürsten und Machte so billig finden, daß niemand zu Vernichtung feiner Absich-lUicl ^ nicht, wie man ihm Schuld gäbe, auf die Erlangung einer allgemeinen Herrschaft oder^ Nur auf die Eroberung der spanischen Niederlande gerichtet wären, ein Bündniß schließen würde,sein Frankreichs wahre Absichten äusserten sich noch deutlicher, als van Beuning, der vond^r Gesandtschaft aus Frankreich zurückgekommen war, sich mit dem Grafen von Lstrades überviel .^ffag des Königs besprach, und ihm zu erkennen gab, daß man Spanien zur Abtretung sokein" '^ähe nicht würde bewegen können, wenn nicht zugleich die Verzicht der Königin von Frank-8c»n ^ ^ie ganze spanische Erbfolge bekräftiget würde. Denn dieser Antrag wurde sehr übel anft§i' .^we», und eben dies ließ leicht vermuthen, daß man beschlossen hatte, den Anspruch der Kör- i zu erneuern, wenn der König von Spanien ohne Kinder stürbe.

h Als die Unterhandlungen mit England und Schweden dem französischen Hofe verdächtig

den versicherte de wftt dem Grase» von Eftraves, daß der Staat sich in kein Bündniß wiryF Frankreich einlassen würde, st lange es zu einem Vergleich mit Spanien geneigt bliebe. Dieseftl«r»ng gab Gelegenheit zu einer neuen Unterhandlung wegen eines Vergleichs zwischen Frank-"ch und Spanien, und ve Witt wandte alle seine Klugheit au, um sie so zu leiten, daß Luv-^"3 Hoffnung zu einem Vergleich mit Spanien bekäme, wofern er während dieser UnterhandlunrEroberungen nicht ftrrsehte, wozu er sich desto eher entschloß, weil die Zahrszeit dazum °n verstriche war. Zugleich versicherte er den Grafen von Estraves von Zeit zu Zeit, daß die^°hlfahrt des Staats und sein eigner Vertheil mit Frankreichs Interesse unzertrennlich verbundenkeil^ "ud daß man Spanien zu einem billigen Vergleich nöthigen würde, wenn man auch zur Er-, chuilg dieses Zwecks die Waffen des Staats mit den französischen vereinigen müste. Vermuthlichtte ve Wirr bey diesen Unterhandlungen keine andre Absicht, als England und andre Mächte auf-wecken, und desto eher zum Bündniß gegen Frankreich zu bewegen. Sie hatten auch in der That! srkeu Einfluß in die Berathschlagungen des spanischen und englischen Hofs. Der angebotene Still-Siid, der bis zu Ende des März währen sollte, war eine Folge davon, und verminderte den erstenschrecken der Spanier, ob er gleich nachher von ihnen verworfen wurde. In England aber er-Deckte diese Unterhandlung so grossen Argwohn, besonders bey dem Volk, daß der König endlich au-Maßregeln nehmen muste. Er entschloß sich nämlich zu einem genauen Bündniß mit Holland,x/b lud Schweden dazu ein. Da aber die holländischen Gesandten m London nicht genug Voll-macht zu einem Bündniß dieser Art hatten, so wurde der Ritter Wilhelm Temple, ein vertrau-st Freund des Nathpensivnars, nach Holland geschickt, um die Gesinnungen der Staaten zu erforrAls er nun merkte, daß die Holländer von einem Bündniß zur Vertheidigung der spanischen'eberlande nicht abgeneigt wären, so reiste er nach England, um von seiner Reise Bericht abzustat-u»d kam schnell wieder nach dem Haag zurück, um seiner Vollmacht gemäß den Bund zu""de zu bringen.

.. Dse Unterhandlung gicng so geschwind, daß schon am sechsten Tage nach des Ritters An-

1667

öween Vertrage geschlossen wurden, wovon der eine äusserst wichtig war. Der erste war ein Am -3- Iay-"vffes . ..Aa_......._«... .... ...D,e Lnoelallr

.^sses Schutzbüiidniß, wodurch beyde Theile wechselseitigen Beystand versprachen.

Der andre be-

Die Lripelauira»z kommt zu

vvu Krieg zwischen Frankreich und Spanien. Es wurde verabredet: 1) daß man den König Stande.'ü^uukceich zu bewegen suchen sollte, England und Holland durch einen bündigen Vertrag zu verr' Frieden mit Spanien zu machen, wofern diese Krone die von Frankreich eroberten Oerter,sch ,vmt derselben alles Recht, das Spanien noch in dem Herzvgthum Luxemburg oder in derGrafryz ^ Burgund hätte; nebst Kambray nssd dessen Gebiet, Douai, St. Omer, Furnes und Link,

^ andre Landschaften abträte, worüber man sich von beyden Seiten vergleichen könnte; 2) daß

Franks