Band 
Neun und dreyssigster Theil.
Seite
626
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626 ZO. Buch. Ludwig der Vierzehnte.

1684 Truppen wieder einschiffen: doch fuhr man mit dem Bombardiern fort, bis man keinen Vorrachmehr hatte (*). Alsdann schaffte die Flotte nach der Provence zurück, nachdem sie sieben Tage nndieser Unternehmung zugebracht hatteDie

bewenden lassen

ten, diese Krone_,, . , , .... , . . , ,

Herrschaft über ihre Stadt zu bemächtigen. Sie hielten also für besser, sich mit Frankreich zu ^'685 gleichen, und unterzeichneten zu Versailles folgende Bedingungen: Erstlich, der Doge und v>e-Am ir. sscbr.Rathshcrren sollen nach Frankreich komme!:, und der erste soll im Namen der Nepnblik die äuffttwReue über das Vorgegangene bezeugen, und in seiner Rede die ehrerbietigsten Ausdrücke brauch^damit man daraus das aufrichtige Verlangen der Republik, das Wohlwollen des Königs künftig ^verdienen und zu erhalten, erkennen möge. Awcycens, der Doge und die Nathshcrrcn sollen "ckihrer Rückkunft nach Genua bey der Ausübung ihrer Würden und Ehren bleiben. Dieser AM-enöthigte die Genueser zu einer Ausnahme von dem Gesetz ihres Staats, nach welchem ein D«''eben dadurch seine Würde verliehet, wen» er sich ausser den Gränzen der Republik befindet;ohne diese Ausnahme würde vor Ludwigen kein Doge, sondern nur ein genuesischer Edelmann ssschienen seyn. Drittens, die Republik schafft in einer» Monat alle spanische Truppen aus ihren« ^biet, und entsagt allen Verbindungen mit Spanien, die sie seit dem ersten Zanuar i6zz eingeg^gen hat. Viertens, sie seht ihre Galeeren auf diejenige Zahl, die sie vor drey Zähren hatte,läßt die seitdem ausgerüsteten entwaffnen. Fünftens, sie laßt den französischen Unterthanen " ,Habseligkeiten zurückgeben, die man ihnen in den genuesische!: Staaten genommen, und die nochneu herbengcschafft werden; statt der Ersetzung des übrigen Schadens laßt sie alle Kirchen und übt'»heilige Platze, die bey Bombardirung der Stadt Schaden gelitten, durch eine gewisse vorn Pe-ftzu bestimmende Summe Geldes wiederherstellen. Gcchstcns, sie zahlt dem Grasen von Fiesäff'der französischen Schutz gesucht, wegen der alten Forderung seines Hauses an die Republik, hunAtausend Thaler: dagegen wird der König die Ansprüche dieses Herrn nie durch die Waffen unterp^hen, sondern ihnen ihren rechtlichen Gang lassen. Die Ansprüche, von denen hier geredet w«»'grenzen auf die in, Genuesischen gelegene und von der Republik längst eingezogene Grasschaft Lavwss^'Siebentens, der Doge und die vier Nathshcrrcn sollen in Frankreich wohl aufgenommen werde"'' Achtens, die Feindseligkeiten zu Lande hören von dem Tage der Unterzeichnung, und die znreinen Monat hernach, auf. Die Republik befreyet die französischeu Unterthanen, die in Gesang""'

Am 5. Nay.

Nathsherr,

Geignelai weniger Höflichkeit und mehr Hochmuth bewiesen; daher auch der Doge, ein Herrgrossem Verstand, sagte: der Lömg raub: unserm -Herzen die Freyherr Durch die Art,cr uns empfängt: aber feine Minister geben sie uns wieder. Man bemühte sich, ihmganze Pracht des Monarchen zu zeigen; lind als ihn Seignclai fragte, was er für das Ausscrotdsftl-chste und Seltsamste hielte, das er zu Versailles gesehn hatte, antwortete cr: dies, daß ick)hier sehe n)- ^

( 1.) Noch mehr wurde Ludwigs Geschmack am Ansserordentlichen befriedigt, als im vottff

Siaimsche Ge- Jahr eine Gesandtschaft aus dem Innersten Asiens, aus Siam, nach Frankreich kam. Gelegen'landschafttri. hierzu gab folgendes: Ein griechischer Kaufmann, Remstantius Phanlkon, der zu Venedig - ^qucrot gespielt hatte, und unter einem fremden Namen nach England geflohen war, ein fertigerarglistiger Kopf, war in ein englisches Komtoir nach Siam gekommen, und hatte sich durch allen)"Ränke bis zur Würde eines Barcalons, oder ersten Ministers bey dem König von Siam, ewr

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(') Die Franzosen rühmten sich, i;,8oo B01»- -p, 5.P. 152 ihn. 168 lg.

be» in die Stadt geworfen zu haben. 294lgg. lgg. Griffet Tl). 15. S. I?7.

li) äe x.zio-; 17. Le-O x. 26Sig.269. 1.5.x. 291-297. Z05 chg. Schlegel Lh 9> S. 5 .