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zo. Buch. Ludwig der Vierzehute.
1691 Tage halten könne. Sie drohten endlich die Thore zu öffnen, und ihn nebst der Besatzung dem
Am 8- Apr. Feind auszuliefern. Er muste also kapituliren. Weil er aber immer noch auf Entsatz hoffte, so ver-langte er zehen Tage Zeit zum Auszug: es wurden ihm aber nur zween bewilligt, nach deren Ver-lauf er mit allen kriegerischen Ehrenzeichen auszog. Die Holländer messen den Verlust dieser Festungden Spaniern bey, indem diese nicht zur rechten Zeit für Wagen und Karren zur Fortschaffung desKriegsgeräthes und des Gepäckes gesorget hätten, wodurch das Fortrücken der Armee und der Entsatzder Stadt Mons wäre gehindert worden. Die Franzofen aber schreiben die Eroberung dieser Haupt-festung der Gegenwart ihres Königs, die alles belebte und anfeuerte, den guten und geheimen A"stalten, die Louvois zu diesem Unternehmen gemacht hatte, und der Gcschicklichkeit des grossenVauban, zu.
Ludwig gieng hierauf zurück nach Versailles, und seine Armee in Erfrischnngsquartiet«'Eben dies that das Heer der Bundsgenossen, und König Wilhekm begab sich nach England: dowkam er bald wieder, um den Oberbefehl über die vereinigte Armee zu übernehmen. Die französisch*wurde wieder dem Herzog von Luxemburg anvertrauet. Der Marquis von Bonfflers hingegensollte an der Mosel Krieg führen, und nur im Nothfall sich mit dem Herzog vereinigen. Boufflc^wollte die Stadt Lüktich, die nicht nur zur Partey der Bundsgenossen getreten war, sondern auweine Besatzung von ihnen eingenommen hatte, durch Bomben zur Uebergabe zwingen: allein, «*entfernte sich bey der Annäherung des Entsatzes. Lux-mburg, der sich bey Enguien gelagert hat",schickte einen Haufen seiner Armee vor Halle, welche Stadt die Bundsgenossen nach dem Verlust d«*Stadt Mons zu befestigen angefangen hatten. Die Laufgräben waren schon eröffnet, als sich die Be-satzung , ohne von den Franzosen bemerkt zu werden, nach Brüssel zog, und den Franzosen die Müh*überließ, die Festungswerke zu schleifen. Der Rest des Feldzugs wurde mit Märschen und Geg«'»Märschen zugebracht. König Wilhelm suchte zwar dabey Luxemburgan zu einer Schlacht zu bewe-gen: aber dieser schien gemessene Befehle zu haben, kein Treffen zu wagen, so lange er es verhüt«»könnte. Seine Stellungen waren auch immer so beschaffen, daß er dazu nicht genöthiget werde»konnte; und durch eine Belagerung, die die Dundsgenossen unternommen hätten, konnte dies auwnicht geschehen, weil die Spanier keine Magazine angelegt hatten, und der Vorrach um die Städt«herum meistens verzehrt war. Luxemburg hatte auch wichtige Ursachen zur Vermeidung eiN^Treffens; denn tm «all es verrohren gicnge, konnten die Buudsgenossen wohl ungehindert bis nalbParis kommen. Der Sommer verstrich also ohne grosse Thaten. Als aber nach der Abreise des Kö-nigs von Großbritannien der Fürst von Walveck den Oberbefehl über die vereinigte Armee über-nommen hatte, und aufgebrochen war, um sich zu Cambrai zwischen den kleinen Flüssen Leuze »»?Am 19- Sept. Latvire zu sehen; so machte auch Luxemburg eine Bewegung, und ließ durch die Truppen von, kö-niglichen Haust und durch eine gute Anzahl Neuterey den Nachzug der Dundsgenossen angreifen, ^wegen eines dicken Nebels den,Anzug der Franzosen nicht wahrnahm, und von ihnen in Uuord»u»stgebracht wurde. Die Franzosen verliessen jedoch ihren Vortheil zu bald, weil sie besorgten, das MVolk der Dundsgenossen, das noch seit der Schlacht bey Fleurüs bey ihnen in Ansthn stand, möäst*dem Nachzug zu Hülfe kommen, und weil sie überhaupt das Treffen nicht allgemein machen wollt«"'So endigte sich der Feldzug in den Niederlanden.
Zur See schienen die Franzosen eben so wenig als zu Lande, ein Treffen wagen zu woll*'"England und-Holland hatten grosse Rüstungen gemacht, um die im vorigen Zahr gesunkene Ehr«rer Seemacht wieder zu heben: aber Frankreich vermied alle Gelegenheit. Zwar hatte man ei»«»Asschlag aufdic ievanthche Kauffarteyflotre der Engländer und Holländer gemacht: allein, si« ^glucküch auf der Nhede bey Kinfale in Zrland an, ohne auf die französische Flotte zu stossen. ^that der französische Kaper, Johann Bart, her zuvor nur ein schlechter Fischer ru DünkirchenAm r. Aug. stn, den holländischen Kaufleuten grossen Schaden; indem er ihre Heringsschiffe angriff, und »i«lderselben verbrannte, nachdem der Ritter Forbin das Kriegsschiff, das ihnen zur Bedeckung d>«""erobtrt hatte.
» Zn Zrland konnten die Franzosen dieses Zahr über auch nicht viel ausrichten. Kö»'^Wilhelm hatte ferne Maaßregeln zur völligen Unterwerfung dieses Reichs zu gilt genommen; »"Frankreich konnte den Zakobiten kein Volk, sondern nur Officiere, Kriegs - und Lebensbedürfnisse AAm 27. I„l. schicken. Der englische General von Ghinkel eroberte Athlone, und sthlug die Jakobiten, unter ^führung des Herrn von St. Ruth, der im Treffen blieb. Die Folge davon war die Eroberung^«